30.08.2021 10:12 |

Herzmuskel betroffen

Neuseeländerin starb nach Impfung an Entzündung

Eine äußerst seltene Nebenwirkung nach einer Impfung mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer hat einer Neuseeländerin das Leben gekostet. Die Frau starb an einer Herzmuskelentzündung, wie das Gesundheitsministerium mitteilte - es sei der erste derartige Fall. Weitere medizinische Probleme könnten dazu geführt haben, dass sich das Risiko für die Frau nach der Impfung erhöht habe.

Neuseeland versucht derzeit, einen Ausbruch der Delta-Variante einzudämmen, nachdem der Inselstaat zuvor fast ein halbes Jahr Virus-frei gewesen war. „Dies ist der erste Fall in Neuseeland, bei dem ein Todesfall in den Tagen nach der Impfung mit dem Covid-19-Impfstoff von Pfizer in Verbindung gebracht wurde“, erklärte das Ministerium in einer Aussendung. Das Alter der Frau wurde nicht bekannt gegeben.

Pfizer macht auf Seltenheit von Nebenwirkungen aufmerksam
Das Gremium für Impfstoffüberwachung führt den Tod auf eine Herzmuskelentzündung zurück, dies sei eine seltene, aber bekannte Nebenwirkung des Pfizer-Impfstoffs, so das Gesundheitsministerium. Bei einer solchen Entzündung wird die Fähigkeit des Organs, Blut zu pumpen eingeschränkt, was zu Herzrhythmusstörungen führen kann. Auch bei Pfizer betonte man, dass solche Nebenwirkungen extrem selten wären.

„Pfizer nimmt unerwünschte Ereignisse, die möglicherweise mit unserem Impfstoff in Verbindung stehen, sehr ernst“, so das Pharmaunternehmen. „Wir überwachen alle derartigen Ereignisse genau und sammeln relevante Informationen, um sie an die weltweiten Regulierungsbehörden weiterzugeben.“

Ministerium: Nutzen überwiegt Risiko
Andere medizinische Probleme könnten zu dem Ableben der Frau beigetragen haben, so das Gesundheitsministerium. Der Nutzen des Impfstoffs würde das Risiko durch Nebenwirkungen jedoch deutlich überwiegen. In Neuseeland wurden noch die Impfstoffe von Johnson & Johnson sowie AstraZeneca zugelassen, allerdings wird ausschließlich das Vakzin von Biontech/Pfizer verabreicht.

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