Sie sind rund, gerillt, leicht und billig: Pappteller haben Eigenschaften, die die Bühnenbildnerin Ilona Ágnes Tömő für ihre Rauminstallation braucht. Sie kaufte den Vorrat an diesen Würstelstand-Klassikern in einigen Supermärkten leer. Nun flutet sie mit rund 1000 Tellern, die sie verklebte und mit Draht spannte, die Ecken und Wände der Galerie.
Wegwerfprodukt wird zum Kunstwerk
Die Gebilde schwappen wie Wellen scheinbar durch die Fenster herein und kokettieren mit Lichtstimmungen. Sie nennt das Werk „paradise moving“ und kratzt damit an der Messlatte des Poetischen. Wird ein Wegwerfprodukt zum Kunstwerk erhoben, wird eine neue, vielfältige Ebene der Lesbarkeit erschaffen - Duchamp legte mit seinen Ready Mades dafür schon vor Jahrzehnten den Grundstein.
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