Dass Kokain eine in Österreich verbotene Substanz ist, war zwei Algeriern bewusst - dennoch schmuggelten sie 100 Gramm des weißen Pulvers von Wien nach Tirol. Angebliches Motiv: Einer der Männer sei krank und brauche Geld, um den Arzt zu zahlen.
Am Beginn der Verhandlung musste erst einmal geklärt werden, wie oft der Erstangeklagte schon verurteilt worden war. „In St. Pölten war ich nie in meinem Leben!“, betonte der 41-Jährige. Laut den Unterlagen aber war ein Mann mit denselben Daten dort schon vor Gericht gesessen. Nun hatte der Angeklagte aber zig Alias-Namen. „Da haben wohl nicht Sie den Namen eines anderen, sondern ein anderer hat Ihren Namen verwendet“, konnte Richter Andreas Mair nur Vermutungen anstellen.
Haftstrafen für beide Angeklagten
Dass der Erstangeklagte gemeinsam mit seinem 37-jährigen Bekannten 100 Gramm Kokain nach Tirol eingeführt hatte, gaben beide zu. Auch, dass sie den Großteil hier verkauft hatten. Das Geld hätten sie für die Arztkosten des 37-jährigen Unversicherten gebraucht.
Richter Mair verhängte über die Algerier Haftstrafen zwischen 15 Monaten und zwei Jahren. Sie nahmen das Urteil ohne zu zögern an.
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