Erstes von sieben

UMIT wurde neues Doktoratsstudium genehmigt

Tirol
02.03.2011 12:20
Nach der Aberkennung der Akkreditierung für das Dokoratsstudium der Gesundheitswissenschaften durch den Österreichischen Akkreditierungsrates (ÖAR) hat die Tiroler Privatuniversität "UMIT" in Hall bei Innsbruck nun einen ersten positiven Bescheid für ein neues Doktoratsstudium erhalten. Nach Angaben der UMIT vom Mittwoch handle es sich um das erste von insgesamt sieben beantragten Studienrichtungen.

Durch den rechtskräftigen Bescheid wird das Doktoratsstudium der Pflegewissenschaft abgeändert und das Doktoratsstudium "Health Technology Assessment" neu akkreditiert. Die internationale Vernetzung des Department-Chairs mit Uwe Siebert stelle eine "mehr als ausreichende Versorgung der Studierenden mit aktuellen wissenschaftlichen Entwicklungen im geplanten Themenbereich sicher", hieß es im Bescheid. Es gebe derzeit noch kein vergleichbares Doktoratsstudium in Europa.

Beim Abänderungsantrag des Doktoratsstudiums Pflegewissenschaft seien die aktuellen Forschungsaktivitäten dargestellt worden. Die Gutachter hätten "keinen Anlass gesehen, die fachspezifischen Akkreditierungsvoraussetzungen in Zweifel zu ziehen". Damit entspreche das Studium jetzt den nationalen und internationalen Empfehlungen für neue Doktoratsstudien.

Sieben Doktoratsprogramme
Rektorin Christa Them betonte, dass bei der Akkreditierung der sieben neuen Doktoratsprogramme aus der Querschnittsmaterie Gesundheitswissenschaften UMIT-weit einheitliche akademische Standards und studienrechtliche Bestimmungen eingeführt würden. Damit hätten die Doktoratsstudien der UMIT in Zukunft eine einheitliche Struktur, der Ablauf des Promotionsverfahrens sei für alle Studien einheitlich geregelt und es gebe für alle Studien ein einheitliches Qualitätsmanagement.

Drei der sieben beantragten Studienrichtungen - "Sportmedizin, Gesundheitstourismus und Freizeitwissenschaften", "Gesundheitsinformationssysteme" und "Psychologie" - seien bereits vom ÖAR einer Begutachtung unterzogen worden, zwei weitere - "Management und Ökonomie im Gesundheitswesen" und "Public Health" - folgen noch im März.

"Keine geeignete qualitative Betreuung"
Als Begründung für seine Entscheidung, der UMIT das Doktoratsstudium Gesundheitswissenschaften abzuerkennen, hatte der ÖAR seinerzeit angeführt, dass "angesichts der großen Zahl der Studierenden keine geeignete qualitative Betreuung in allen Phasen des Studiums gegeben" sei. Darüber hinaus habe "die Begutachtung durch externe internationale Gutachter ergeben, dass schwere Mängel sowohl in der Durchführung als auch in der wissenschaftlichen Ausrichtung des Studiums bestehen und damit die Vergleichbarkeit mit internationalen Standards nicht mehr gegeben war". Die UMIT trennte sich daraufhin unter anderem vom zuständigen Departments-Leiter. Von Oppositionsparteien war Ende Oktober unter anderem eine Sondersitzung des Landtages zu dieser Thematik initiiert worden.

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