Ganze 3300 Jahre Geschichte kann man im Römermuseum Teurnia in St. Peter in Holz erleben. Die „Chinesen der Antike“ haben gelungene Migration gelebt.
Der Besucher kommt am Gipfel des Holzer Berg genannten Hügels an, und findet sich sofort an einem Kraftort wieder, der zwischen Pfarrkirche, Pfarrhof und „Römerstadl“ in eine einzigartig idyllische Landschaft eingebettet ist. Im dreistöckigen „Römerstadl“ – ein Kernstück des Römermuseums – gibt es Einblicke in Politik, Philosophie, Gesellschaft und Religion der „Chinesen der Antike“. „Man kann die Römer als solche bezeichnen, weil sie von der griechischen Mythologie bis hin zum uralten Maurerhandwerk vieles übernommen, aber auch einiges verbessert haben“, so Ferdinand Kargl, der seit 26 Jahren im Museum arbeitet.
"Kelten konnten hier Karriere machen“
Auch lernen die Besucher eine Provinzhauptstadt kennen, die im 5. und 6. Jahrhundert als Kleines Rom bezeichnet wurde. Kargl: „Es gab gefüllte, enge Gassen, sogar antike Fast Food-Restaurants.“ In Teurnia wurde Migration gelebt: „Kelten konnten hier Karriere machen, auch die Hautfarbe spielte keine Rolle!“
Östlich vom Römermuseum befindet sich mitten im Wald das Freilichtmuseum mit den Grundmauern eines Patrizierhauses. Westlich davon wird die Bischofskirche besucht, bevor es über einen Waldweg zum Fuße des Holzer Bergs geht, wo eine frühchristliche Kirche samt Mosaik die spannende Reise beendet.
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