Ex-Tischtennis-Ass Stefan Fegerl lässt nach seinem Karriereende keine Zeit verstreichen. Als neuer ÖTTV-Vizepräsident möchte der 32-Jährige in Zukunft vieles verändern ...
Doppel- sowie Mannschaftseuropameister von 2015, Champions-League-Sieger mit Borussia Düsseldorf 2018, viermaliger österreichischer Meister, zudem drei Auszeichnungen zum besten ÖTTV-Spieler des Jahres. Stefan Fegerl blickt auf eine erstaunliche Tischtennis-Karriere zurück: „Ich hatte eine tolle Zeit.“
Auch wenn diese in Tokio ein verfrühtes Ende nahm. Der 32-Jährige musste sich zusammen mit Sofia Polcanova im Mixed-Achtelfinale den späteren Olympiasiegern Ito und Jun Mizutani (Jap) mit 1:4 geschlagen geben. „Das kann und muss man so akzeptieren. Ich verspüre aber keine Wehmut, sondern blicke nun meiner nächsten Aufgabe zuversichtlich entgegen“, versichert der Gmünder, der mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit zum neuen ÖTTV-Vizepräsidenten gewählt wurde. „Ein starker Vertrauensbeweis, der mir aber auch zeigt, dass sich die Leute nach Veränderung sehnen.“ Die soll nun gemeinsam mit Neo-Präsident Wolfgang Gotschke erfolgen. „Wir müssen den Nachwuchs gezielter fördern. Hier heißt es schnell zu handeln und strukturierte Rahmentrainingspläne auszuarbeiten.“
„Es wurde schlecht gearbeitet“
Da die Resultate vor allem im Jugendbereich zuletzt zu wünschen übrig ließen. Bei der EM schafften die U15-Mädchen mit Rang 18 das beste Teamergebnis. „Man muss vieles hinterfragen. Es wurde teilweise einfach schlecht gearbeitet.“ Dabei gibt’s mit dem 12-jährigen Julian Rzihauschek, der bereits eine Champions-League-Partie gewann, einen potenziellen Rohdiamanten. „Es wird in Zukunft an uns liegen, solche Talente zu unterstützen und reibungslos nach oben zu bringen... “
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