Ein 54-jähriger Wanderer aus Deutschland ist in der Nacht auf Sonntag im Bereich des Kaisergebirges nahe Kufstein aus Bergnot gerettet worden. Er geriet am späten Samstagnachmittag vom Weg ab, kam nicht mehr weiter und setzte gegen 19 Uhr einen Notruf ab. Elf Bergretter stiegen auf und gelangten gegen 0.30 Uhr zu dem leicht verletzten und unterkühlten Mann. Während der Bergung verhinderte ein 29-jähriger Bergretter durch sein beherztes Eingreifen Schlimmeres.
Nach Angaben der Polizei erreichte der 54-Jährige gegen 16 Uhr den Gipfel des Sonnecks (2260 Meter), trotz aufziehender Wolken wollte der Deutsche seine Tour zum Scheffauer (2111 Meter) fortsetzen. Gegen 17.30 Uhr kam er vom Weg ab und landete in steilem Felsgelände. Zunächst stieg er rund 100 Höhenmeter ab - als es dort kein Weiterkommen gab, versuchte er vergeblich zum Grat zurückzugelangen.
Nach Absturz Alarm geschlagen
Dabei rutschte er aus, stürzte rund fünf Meter ab und zog sich Schürfwunden an Armen und Beinen zu. Der erfahrene Wanderer blieb auf einem Felsvorsprung liegen und setzte schließlich einen Notruf ab.
Steinschlag: Bergretter verhindert Schlimmeres
Im Zuge der Bergung löste sich etwa 50 Meter unterhalb des Grates ein 30 bis 40 Zentimeter großer Stein. Dieser fiel direkt auf den 54-Jährigen und zwei Einsatzkräfte zu, allerdings wehrte der 29-Jährige den Stein mit seinen Unterarmen ab. Dabei wurde auch er verletzt, er konnte aber noch selbstständig ins Tal absteigen. Der Deutsche wurde ambulant im Krankenhaus behandelt, der 29-Jährige wollte sich am Sonntag in ärztliche Behandlung begeben.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.