29.07.2021 07:40 |

In reduzierter Form

Extraförderstunden gehen im Herbst weiter

Im nächsten Schuljahr wird es erneut Zusatzförderstunden geben, um durch die Corona-Pandemie entstandene Leistungsdefizite abzufangen - jedoch in abgespeckter Form. Zuletzt gab es im Schnitt zwei Extraförderstunden pro Klasse. Im Schuljahr 2021/22 sind vom Bildungsministerium in 9. Schulstufen und Abschlussklassen 1,5 Wochenstunden pro Klasse vorgesehen. Die geplanten zwei Extrastunden an Volksschulen und 1,5 Stunden in übrigen Klassen sind vorerst im Wintersemester fix.

Aufgrund der anhaltenden Ausnahmesituation werde man die Fördermaßnahmen für Schüler mit Lernrückständen im kommenden Wintersemester fortführen, so Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP).

Auch für Sommersemester Angebote geplant
„Und wir werden auch darauf achten, dass es auch im darauffolgenden Sommersemester entsprechende Förderangebote geben wird“, kündigte er Pläne für eine Weiterführung an. „Die Verlängerung ist notwendig, weil gerade in der Primarstufe über Distance-Learning oft nicht der gewünschte Lernerfolg erzielt werden konnte.“ Insgesamt sollen nach aktuellem Stand im nächsten Schuljahr 127,9 Millionen in die zusätzlichen Förderstunden fließen.

Distance Learning forderte Schüler besonders
Durch den Wechsel von Präsenzunterricht, Schichtbetrieb und Distance Learning waren Schüler - vor allem jene mit geringen Deutschkenntnissen - im vergangenen Schuljahr besonders gefordert. Ab Jänner wurden deshalb zunächst zwei zusätzliche Wochenstunden für Matura- bzw. Abschlussklassen an den AHS und BMHS sowie ein Ergänzungsunterricht in der „unterrichtsfreien Zeit“ vor den Abschlussprüfungen angeboten. 

Kostenlose Lernhilfe wird weiter ausgebaut
Neben den zusätzlichen Förderstunden will das Ministerium noch weitere im vergangenen Schuljahr gestartete Angebote weiterführen: So wird das kostenlose Lernhilfeangebot auf dem Portal weiterlernen.at im Rahmen von REACT ausgebaut und bis Ende 2022 verlängert. Insgesamt sollen über diese Schiene mindestens 19.000 Schüler, die Lernrückstände bzw. Probleme beim Lernen haben, betreut werden.

Auch das im April gestartete Videodolmetsch-Angebot soll im Rahmen von REACT bis 2022 weiterlaufen. Das Angebot soll verhindern, dass es in Kindergärten, Volks- und Mittelschulen bei heiklen Themen wie Förderung, Entwicklung oder Bildungslaufbahn wegen Sprachbarrieren oder aus kulturellen Gründen zu Missverständnissen kommt.

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