26.02.2021 08:14 |

Versäumtes aufholen

Ab Montag starten Extra-Förderstunden an Schulen

Ab Montag starten an den Schulen die von Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) Ende Jänner angekündigten Extra-Förderstunden zum Aufholen von Lernrückständen. Pro Klasse sollen bis zu zwei Stunden zusätzlich für Fördereinheiten zur Verfügung stehen. Genutzt werden können diese etwa für Klassenteilungen oder Kleingruppenunterricht in den Hauptfächern, Förder- bzw. Ergänzungsunterricht oder geblockte Förderung vor Schularbeiten.

Die Stundenkontingente sollen den Schulen je nach Bedarf von den Bildungsdirektionen zugewiesen werden, über die genaue Verwendung entscheidet die Schule. Für jene Schüler, die laut ihren Lehrern Fördermaßnahmen brauchen, soll die Teilnahme verpflichtend sein.

Zehn Prozent der Förderstunden sind dabei laut Bildungsministerium für außerordentliche Schüler reserviert, die die Unterrichtssprache Deutsch nicht gut genug beherrschen, um regulär benotet zu werden. Das sind laut Statistik Austria etwa 3,5 Prozent aller Schüler.

Förderstunden kosten 200 Mio. Euro
Insgesamt werden rund 200 Mio. Euro in die Maßnahme investiert, zwei Drittel im Sommersemester und ein Drittel im kommenden Wintersemester. Im Sommersemester fließen Mittel im Gegenwert von rund 4500 Lehrerplanstellen - vor allem für Überstunden, zum Teil aber auch für neues Personal und Sonderverträge für Lehramtsstudenten.

Für die NEOS ist fraglich, woher der Großteil der angekündigten 200 Millionen Euro für die Fördermaßnahme kommen sollen. Wie es aussehe, seien die Mittel nämlich keineswegs gesichert, kritisiert NEOS-Bildungssprecherin Martina Künsberg Sarre.

Keine zusätzlichen Mittel vorgesehen
Laut der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage durch Faßmann sollen zwar 35 Millionen Euro aus dem REACT-Fonds der EU (Aufbauhilfe für den Zusammenhalt und die Gebiete Europas im Rahmen der Corona-Wiederaufbauhilfe) kommen, gleichzeitig habe das Bildungsministerium in seinem Budget für 2021 so gut wie keine Mittel zur Abfederung der Auswirkungen der Corona-Krise vorgesehen.

Quelle: APA

Martin Grob
Martin Grob
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