Verdächtiger frei

Missbrauchsopfer (12) samt Familie lebt in Angst

Ein Zwölfjähriger und dessen Familie aus dem Bezirk Linz-Land leben derzeit in Angst. Nach zwei Sex-Überfällen auf den Schüler soll der mutmaßliche Täter - ein 18-jähriger, minderintelligenter junger Mann - nach wie vor versuchen, sich dem Buben zu nähern. Beschuldigter und Opfer wohnen gar nur 150 Meter voneinander entfernt.

Die sexuellen Übergriffe sollen am 13. und 14. Juli im Heimatort des Opfers und am Linzer Bahnhof stattgefunden haben. Am Dienstag der Vorwoche waren der Zwölfjährige und ein Schulfreund mit dem 18-Jährigen bei einer Diskonttankstelle im Heimatort. Gegen 20 Uhr soll der Ältere den Buben zum Oralverkehr aufgefordert haben, was dieser ablehnte.

Kurz darauf besichtigten die drei gegenüber eine Baustelle, wo der körperlich kräftige 18-Jährige die Forderung wiederholt haben soll. Als der schmächtige Zwölfjährige erneut ablehnte, soll der andere ihm Hose und Unterhose heruntergerissen und den völlig eingeschüchterten Buben oral missbraucht haben.

Übergriff am Bahnhof
Am nächsten Tag fuhr der 18-Jährige mit dem Zwölfjährigen zum Linzer Bahnhof, wo er ihn aufgefordert haben soll, mit auf die Toilette zu kommen. Aus Furcht ging der Jüngere mit. Dort soll sich der Beschuldigte mit ihm eingesperrt und selbst befriedigt haben.

Antrag noch im Laufen
Die Mutter des Opfers erstattete Strafanzeige. Der 18-Jährige, der als geistig eingeschränkt gilt, befindet sich auf freiem Fuß. Seither soll er bereits mehrfach versucht haben, sich dem Zwölfjährigen zu nähern. Am Bezirksgericht Steyr wurde nun ein Antrag gestellt, dass der 18-Jährige 100 Meter Abstand zur Wohnung des Buben halten muss. Ein Beschluss steht noch aus.

Jürgen Pachner
Jürgen Pachner
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Freitag, 24. September 2021
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