18.07.2021 20:00 |

Tiefgründiger Ansatz:

Musikunterricht soll Glücksgefühle wecken

Der unkonventionelle Weg der Imster „Soundklinik“, Schülern Musik zu vermitteln, ist auch gleichzeitig Slogan. Nun schlägt man mit der Gründung eines Vereins noch ungewöhnlichere Töne an: Er soll ein Ort kultureller Begegnung für rund 200 Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden. Selbstwert soll gefördert werden, nach dem Unterricht sollen die Schüler glücklich nach Hause gehen.

„Der etwas andere Musikunterricht“ – so der Slogan der „Soundklinik“ in Imst, eine Kooperation von neun Musiklehrern, die ob ihrer unkonventionellen Vermittlung von Tönen und Perkussionen von den Schülern in den höchsten Tönen gelobt werden. Einer von ihnen ist Christoph Heiß. Er erfuhr in der Corona-Stehzeit eine Läuterung: „Ich hatte Zeit zum Nachdenken und kam zu dem Schluss, dass wir etwas ändern müssen. Unser Tun muss tiefgründiger werden, eigentlich sollten wir Glück vermitteln.“

Vision mit Tiefgang
Den großen Tönen folgte im Mai die Gründung des Vereins „Soundklinik“. Die Vision: In ihr sollte die Seele heilen, indem sich die Mosaiksteine Soziales, Kulturelles, Selbstwert, Musik und sogar Innenstadtbelebung harmonisch zu einem Akkord zusammenfügen. Primar (Obmann) Heiß: „Die ,Soundklinik’ sollte in Zusammenarbeit mit der Landesmusikschule ein Ort kultureller Begegnung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden. Im Mittelpunkt steht das sozial-musikalische Erlebnis und das Erreichen eines Glücksgefühls des Schülers.“ Und die können Kind oder Greis sein, auch wenn es nur darum gehe, ein einziges Lied zu lernen. Bis zu 20 „Musiklehrer“ seien das Ziel. Das könne jeder werden, der ein Instrument beherrscht – ganz ohne Ausbildung.

Im Augut geht „richtige“ Arbeit los
Auf das neu motivierte Ensemble wartet nun allerdings Akkordarbeit. Kindern, sozial Schwachen und Menschen mit Behinderung wolle man durch Zuschüsse das „Glücklichsein“ ermöglichen und dafür braucht es Vereinsmittel. Diese möchte man mit Mitgliedsbeiträgen (monatlich 2 Euro), Spenden, Sponsoren und Fördermittel lukrieren. Ein „Soundklinik“-Café soll das Innenstadtleben beleben. Noch spielt man aber die Ouvertüre, die konstituierende Sitzung und die vielen Einzeltöne des Werkes folgen im August.

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