07.07.2021 19:00 |

Galerie im Elternhaus

Von Osttirol aus in die weite Welt der Kunst

Leonard Lorenz ist nicht nur Kunstinteressierten in Deutschland seit vielen Jahren ein Begriff. Zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen wurden ihm zuteil. Der gebürtige Osttiroler hat aber seine Heimatgemeinde Tristach nie vergessen und setzt jetzt mit einer neuen Galerie in seinem Geburtshaus Akzente.

Mangels Perspektiven, wie Lorenz selber sagt, habe es ihn nach dem Studium nach München verschlagen. Zwar wollten seine Eltern, dass er in Tristach bleibt, er hatte jedoch andere Pläne. Und diese Pläne setzte er in die Tat um: „Anfang der 80er-Jahre war ich sehr erfolgreich und mit dem Wiener Festwochenpreis für Bronzeplastik ausgezeichnet worden.“ Bekannt ist Lorenz aber nicht nur in Deutschland. Auch in Osttirol sind seine Kunstwerke zu sehen: Etwa der Schmetterlingsbrunnen am Linken Iselweg aus dem Jahr 1992, der Brunnen beim Golfresort in Lavant oder der Tabernakel in der Krankenhauskapelle in Lienz. Die Werke zeigen den Werdegang des Künstlers: „Ein Bildhauer und Maler verändert sich immer wieder, das ist das spannende. Somit gibt es auch einige markante Merkmale bei meinen Werken.“

Galerie im Elternhaus
Trotz vieler Jahre in Deutschland hat er seine Heimat nie vergessen: „Tristach liegt mir am Herzen, hier liegen meine Wurzeln.“ Jetzt entschloss er sich, in seinem Geburtshaus die „Galerie Lorenz“ zu eröffnen. Die Werke stammen allesamt aus der privaten Sammlung des Tristachers Reinhold Koller. Lorenz: „Seit 20 Jahren sammelt er mit Begeisterung und viel Gespür Skulpturen, Aquarelle und Gemälde. Da davon wenig Leute wissen, habe ich mich entschlossen, diese Sammlung zu zeigen.“ Es sei ungewöhnlich, dass ein Tristacher die Werke eines Tristachers sammelt. Die beiden kennen sich schon seit Jahrzehnten und für Lorenz sei der Erwerb der Kunstwerke eine Würdigung seiner Arbeit. „Die meisten Osttiroler wissen gar nicht, was ich mache, da ich in Bayern lebe.“

Tauerngrüner Stein begrüßt Besucher
Die Eröffnung findet am 24. Juli um 18 Uhr in der Dorfstraße 28 statt. Das Haus dürfte nicht zu übersehen sein, ziert doch ein zwei Meter hoher Stein in Tauerngrün den Eingang zur Galerie.

Martin Oberbichler
Martin Oberbichler
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