Nach Brandtoten
Italien: Roma sollen in eine Zeltstadt übersiedelt werden
Alemanno berichtete, dass circa 8.000 Roma in der italienischen Hauptstadt leben, 2.500 davon in illegalen Siedlungen. Die Gemeinde Rom werde sich um die Integration der Roma bemühen, es sei jedoch klar, dass nicht allen eine Sozialwohnung zugesichert werden könne. "Die Gefahr wäre ansonsten, dass Tausende Roma aus ganz Europa nach Rom ziehen", warnte Alemanno.
Der Bürgermeister bemängelte, dass aus bürokratischen Gründen der bereits geplante Bau legaler Siedlungen blockiert worden sei. Er werde sich um die Behebung der bürokratischen Hindernisse kümmern, die die Errichtung dieser Siedlungen bremsen, sagte Alemanno.
"Angst vor Roma muss genommen werden"
Unterdessen kritisierte ein Sprecher der katholischen Gemeinschaft Sant'Egidio, dass die Räumung illegaler Siedlungen in den vergangenen Jahren nur zur Bildung weiterer Barackendörfer geführt habe. Sant'Egidio engagiert sich seit drei Jahrzehnten für die Roma in Italien. Die katholische Gemeinschaft fordert sichere Unterkünfte, aber auch Bildungsmaßnahmen für minderjährige Roma. Zudem müsse den Bewohnern der an die Siedlungen grenzenden Stadtviertel die Angst vor den Roma genommen werden, indem man sie besser über das Leben der Minderheit informiert.
Vernachlässigten die Eltern ihre Aufsichtspflicht?
Inzwischen haben die römischen Justizbehörden Ermittlungen gegen die Eltern der vier Roma-Kinder in die Wege geleitet, die am Sonntag bei einem Brand in einer Barackensiedlung ums Leben gekommens sind. Vernachlässigung der Aufsichtspflicht lautet der Tatverdacht.
Die Untersuchung soll klären, warum die Kinder alleine in der Baracke gelassen worden waren. Die vier Opfer, drei Buben und ein Mädchen, waren zwischen vier und elf Jahre alt und schliefen, als sich das Feuer in der Baracke ausbreitete.












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