Bei den Festgenommenen handelt es sich um zehn Nordafrikaner, zwei Österreicher, zwei Türken sowie einen Deutschen. Vier weitere Verdächtige sind flüchtig und werden mittels Haftbefehl gesucht. Die ausfindig gemachten Hintermänner waren für die Beschaffung der Drogen aus Italien, der Schweiz, Tschechien und Wien sowie für die Übergabe der Suchtmittel an die Straßenverkäufer in Innsbruck und Schwaz zuständig.
Konsumenten als Drogenkuriere
Die Ermittler fanden außerdem heraus, dass die nordafrikanischen Dealer häufig einheimische und türkische Suchtgiftkonsumenten als Drogenkuriere einsetzen. Im Sommer 2010 wurden beispielsweise zwei türkische Staatsangehörige bei einer Schmuggelfahrt mit rund 250 Gramm Kokain bei der Mautstelle Schönberg festgenommen, im Jänner 2011 klickten im Unterland für zwei Österreicher wegen des Verdachts des massiven Verkaufes von Marihuana die Handschellen.
Der Deutsche wird verdächtigt, im mehrfachen Kilobereich Marihuana und geringe Mengen Kokain und Amphetamine von Tschechien über Deutschland nach Österreich eingeführt und im Zillertal verkauft zu haben.
250 Kunden ausgeforscht
Außerdem wurden rund 250 Drogenkonsumenten ausgeforscht und bei der Staatsanwaltschaft Innsbruck angezeigt. Insgesamt 17 Hausdurchsuchungen wurden durchgeführt.
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