Sie fanden als blinde Passagiere den Weg in unser Land und schlagen in ihrer neuen Heimat Wurzeln: die invasiven Neophyten. Die nicht heimischen Pflanzenarten sind Schädlinge und drohen überhand zu nehmen. Das Regionalmanagement Imst und seine Partner sagen diesen jetzt mit einem Interreg-Projekt den Kampf an.
„Neophyten stellen nicht nur eine Gefahr für die hiesige Artenvielfalt dar, sondern sind auch für die Gesundheit der Bevölkerung von Relevanz“, weiß Manuel Flür vom Regionalmanagement Imst, „die Ambrosia beispielsweise ist stark allergen, und das Gift des südafrikanischen Greiskrautes ist lebertoxisch“. Beide Arten sind im Bezirk Imst stark auf dem Vormarsch.
In einem Tag zum Profi
Aufbauend auf die Neophytenstrategie des Landes Tirol beschloss Regio Imst in Kooperation mit der Klima- und Energiemodellregion Imst und dem Abfallbeseitigungsverband Westtirol, den invasiven Pflanzen den Kampf anzusagen. Dafür wurde ein Interreg-Projekt für die Bezirke Imst, Landeck und das Vinschgau auf die Beine gestellt. Voraussetzung sei das Wissen über die Fremdlinge. Und dieses wird nun in sechs eintägigen Kurzlehrgängen vermittelt.
Kurse gut besucht
Der Crash-Kurs am Mittwoch in Roppen war bereits der dritte und war „gut besucht“, wie Modellregionsmanagerin Gisela Egger bestätigte. Geschulte Gemeindearbeiter, Waldaufseher und Kollegen aus verwandten Berufsgruppen sollen den illegalen Migranten den Garaus machen. Damit die Mühe nachhaltig ist, wurde auch die Entsorgung in professionelle Hände gelegt: Die Biogasanlage in Roppen, eine der modernsten in Österreich, kümmert sich in einem Spezialverfahren darum.
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