Schwarze Schafe

„Wir brauchen schärfere Gesetze“

Unfassbar - es hat sich nichts geändert! Bereits letzten Herbst wurden einige Shisha-Bars, weil man sich dort einfach nicht an die Covid-19-Regeln halten wollte, bis auf Weiteres dicht gemacht. Doch gelernt haben diese „schwarzen Schafe“ scheinbar nichts.

Im Oktober 2020 wurde über die Shisha-Bar „Nassiri“ in der Wiener Straße aufgrund mehrfacher, wiederholter Verstöße gegen die geltenden Covid-19-Regelungen ein behördliches Betretungsverbot verhängt. Am Ende gab’s eine Verwaltungsstrafe – das war’s! Wie alle anderen Lokale durfte man am 19. Mai öffnen.

Tor zugesperrt
Doch wer glaubt, man hätte dort aus dem Vorfall vom Herbst gelernt, irrt. Bereits am ersten Wochenende musste die Polizei anrücken. Weil sich Anrainer über den Lärm beschwerten, den neben der Musik im Inneren vor allem die feiernden Massen an Gästen – FFP2-Masken Fehlanzeige – verursachten. Nachdem die Exekutive den Betreiber belehrte, schloss dieser das Eisentor am Eingang, und die Party ging weiter. Tags darauf kam’s zu einer Schlägerei vorm Lokal. Die Polizei wollte schlichten, die Personen zogen ab. Als die Beamten wieder weg waren, kamen die Randalierer zurück. Den verzweifelten Anrainern graut es, wenn sie nur daran denken, was passiert, wenn die Sperrstunde (22…Uhr) aufgehoben wird.

Kreis dreht sich munter weiter
Leider kein Einzelfall, zeigt sich auch in ähnlich angehauchten Innenstadt-Bars dasselbe Bild. Weil man nur den Geschäftsführer belangen kann, wechselt dieser meist – und es geht wieder von vorne los. FP-Sicherheitsstadtrat Michael Raml tobt: „Die Bundesregierung muss endlich dafür sorgen, dass die Bezirksverwaltungsbehörden mehr Kompetenzen hinsichtlich Kontroll- und Schließungsmöglichkeiten bekommen.“

Mario Ruhmanseder
Mario Ruhmanseder
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Sonntag, 01. August 2021
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