Schaden für Betriebe

Krankenstandstage um 17 Prozent gestiegen

Oberösterreich
22.01.2011 16:57
Weil die Ausfalltage um 17 Prozent gestiegen sind, hat die Wirtschaftskammer Strafen für Simulanten gefordert. Die Ärztekammer schlägt vor, den ersten Krankenstandstag als Urlaub zu zählen.

Laut Wolfgang Ziegler, Obmann der Allgemeinmediziner, soll es dafür aber im Jahr zwei Urlaubstage mehr geben – als Kompensation sozusagen. "Aber das 'Blaumachen' überlegt man sich bestimmt zweimal, wenn man immer einen Tag Urlaub braucht", so Ziegler.

Er reagiert damit auf Wirtschaftskammerpräsident Rudolf Trauner, der Ärzte zur Rechenschaft ziehen will, die ungerechtfertigt "krankschreiben". Auch für den Simulanten sollte "Krankfeiern" strafbar sein. Laut einer EU-Studie würden die Oberösterreicher 237.000 Tage im Jahr ungerechtfertigt im "Stand" sein und die Betriebe damit um 15,3 Millionen Euro schädigen.

Die Arbeiterkammer OÖ mischt auch mit. "41 Prozent der Arbeiter bleiben nicht daheim, auch wenn sie wirklich krank sind", so AK-Präsident Johann Kalliauer.

von Markus Schütz, "OÖ Krone"
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