Umweltkatastrophe
Australien denkt nach Flut über Sondersteuer nach
Angesichts der Verwüstungen in Queensland stünden schwierige Entscheidungen an, sagte Australiens Premierministerin Julia Gillard am Donnerstagabend dem Fernsehsender ABC. Zwar sollten im Haushalt auch Einsparungen an anderer Stelle vorgenommen werden, möglich sei aber auch eine Sondersteuer. Sie warnte zudem, dass die Flutschäden zu einer Erhöhung der Lebensmittelpreise führen und das Bruttoinlandsprodukt (BIP) senken könnten. Gleichwohl wolle die Regierung im Haushalt 2012 - 2013 einen Überschuss erwirtschaften.
Wassermassen bedrohen Queensland
Die Überschwemmungen haben vor allem den Bundesstaat Queensland in ein Katastrophengebiet verwandelt, betroffen sind allerdings auch vier weitere Bundesstaaten. Besonders dramatisch ist, dass das Wasser wieder zurück kommt. In Queensland konnte schon mit den Aufräumarbeiten begonnen werden, doch am Freitag kletterte der Pegelstand erneut auf Rekordhöhen. Bis Sonntag ist keine Entspannung in Sicht. Die Einwohner der Stadt Brisbane versuchen nun abermals, ihre Häuser mit Sandsäcken zu schützen.
Teuerste Umweltkatastrophe der Geschichte
Die Regierung rechnet damit, dass es sich um die teuerste Umweltkatastrophe in der Geschichte Australiens handelt. Experten zufolge könnten Schäden in Höhe von umgerechnet rund 15 Milliarden Euro entstanden sein. Die Verluste aus entgangenen Einnahmen bei Agrar- und Kohleexporten sollen sich auf rund drei Milliarden Dollar (2,2 Milliarden Euro) belaufen.
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