14.05.2021 11:14 |

Mit einem Trick

Hurra! Der Suzuki Jimny ist wieder da!

Der Suzuki Jimny ist das wohl schnuckeligste kleine Geländefahrzeug am Markt und echter Kraxler gleich dazu. Wobei: Genauer gesagt stimmt das nicht, denn Suzuki hat den Verkauf des Kleinen in Europa gestoppt, weil er wegen der neuen Abgasvorschriften ein Draufzahlgeschäft geworden wäre. Doch mit einem geschickten Kniff können sie ihn ab Juli wieder anbieten!

Der Trick ist: Der Jimny wird jetzt zum Lkw. Das hat den Vorteil, dass Suzuki nicht für jedes Gramm CO2, das er über 95 Gramm pro Kilometer ausstößt, zahlen muss, weil für Lkw höhere Grenzwerte gelten.

Natürlich kommt das Auto nicht 1:1 so, wie wir es kennen und vorgestellt haben, das muss aber kein Nachteil sein. Was wegfällt, sind die hinteren Sitze, die aber wahrscheinlich sowieso nicht allzu oft genutzt wurden. Stattdessen hat der Mini-Geländewagen nun eine ebene Ladefläche und ein Gitter, das den Laderaum von den Sitzen trennt und dadurch Fahrer und Beifahrer vor herumfliegender Ladung schützt.

863 Liter gibt Suzuki als maximales Ladevolumen an, das sind 33 Liter mehr als beim Pkw. Bis zu 150 kg Ladung darf man hineinverfrachten.

Der Antrieb bleibt der gleiche: ein 1,5-Liter-Vierzylinder-Benziner, der 102 PS leistet und ein maximales Drehmoment von 130 Nm bei 4000/min. entwickelt. Das reicht für ein Höchsttempo von 145 km/h. Als Sprintwert gibt Suzuki 12,8 Sekunden an.

Auch die Geländefähigkeiten ändern sich natürlich nicht, dank Leiterrahmen, Starrachsen mit stabiler Dreilenker-Radaufhängung und zuschaltbarem Allradantrieb mit Untersetzung. Die Bodenfreiheit beträgt 21 Zentimeter und auch Böschungs- bzw. Rampenwinkel sind geländetauglich: Der Böschungswinkel beträgt vorne 37 Grad, hinten 49 Grad, der Rampenwinkel 28 Grad. Geschaltet wird per Fünfganggetriebe, die Automatik wird nicht mehr angeboten.

Die Komfortausstattung umfasst Annehmlichkeiten wie eine Klimaanlage mit Pollenfilter, Sitzheizung, CD-Radio mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung und Lenkradbedientasten, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, Tempomat, elektrisch verstellbare Außenspiegel sowie rundum getönte Scheiben. Neu ist das eCall-System, das im Fall eines Unfalles automatisch den Rettungsdienst alarmiert und den genauen Standort des Fahrzeuges übermittelt.

Der Suzuki Jimny als Klein-Lkw ist ab 22.990 Euro zu haben. In dem Fall hat er so wie früher hintere Seitenscheiben. Alternativ, für 390 Euro Aufpreis, sind statt der Scheiben Bleche eingesetzt. Damit ist er als Fiskal-Lkw vorsteuerabzugsberechtigt. Die Bleche wirken sich mehr am Konto als auf der Waage aus: Mit Scheiben wiegt der Wagen nach DIN 1092 kg, mit Blechen 1113 kg.

Markteinführung ist im Juli, aber Suzuki kündigt schon jetzt lange Lieferzeiten an.

Stephan Schätzl
Stephan Schätzl
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