Ein abgeschlepptes Auto ist alles andere als spaßig - das weiß jeder, dessen Auto schon einmal „konfisziert“ wurde. Noch schlimmer wird es allerdings, wenn sich der dringend benötigte Rollator und der Sauerstoff gegen Cluster-Kopfschmerzen im Wagen befinden ...
Begonnen hatte der Tag eigentlich positiv: Klaus P. und seine Frau fuhren in der Früh zur Messe Innsbruck, um sich impfen zu lassen. Eine kurze Angelegenheit, weswegen die Frau auch ihren Rollator und ihr Mann seinen Sauerstoff im Auto ließen. Ohne Sauerstoff verlässt er nämlich nicht das Haus, es ist immerhin das einzige, was gegen seine Cluster-Kopfschmerzen hilft. Cluster-Kopfschmerzen gehören mitunter zu den allerschlimmsten Schmerzen, die ein Mensch haben kann. Aus diesen Gründen hat das Ehepaar auch eine Behindertenparkkarte. Diese lag sichtbar hinter der Windschutzscheibe.
Parkverbot vor Innsbrucker Messe
Nun herrschte vor der Messe Parkverbot, darauf machte auch eine ganze Reihe Schilder aufmerksam. Herr P. dachte sich nicht viel dabei, als er hinter der letzten dieser Tafeln, direkt an der Kreuzung Claudiastraße/Siebererstraße hielt. Der Impftermin verlief gut: Anmelden, impfen, 15 Minuten warten - alles in allem hatte die Aktion eine halbe Stunde gedauert. Als das Ehepaar P. wieder aus der Messehalle kam, war zu ihrem Schrecken das Auto weg! Abgeschleppt.
Kulanz? Fehlanzeige!
Natürlich war die Polizei prinzipiell im Recht – immerhin herrschte vor der Messe Parkverbot und natürlich konnte sie auch von notwendigen Dingen im Auto, Rollator und Sauerstoff, nichts wissen. Doch man kann sich hier die Frage stellen, ob man – vor allem in Anbetracht der Behindertenparkkarte – unbedingt abschleppen hätte müssen, oder ob ein Strafzettel nicht auch gelangt hätte. Von Kulanz jedenfalls keine Spur.
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