12.05.2021 20:00 |

Galerie Bernd Kugler

Museumsreife Schau mit Werken von Per Kirkeby

Per Kirkeby, einer der renommiertesten skandinavischen Künstler, hat ein umfassendes Lebenswerk geschaffen, welches Bilder, Collagen, Monotypien, Radierungen, Plakate, Bücher und Skulpturen umfasst. Die Innsbrucker Galerie Bernd Kugler präsentiert noch bis 4. Juni eine Auswahl von Skulpturen aus den Jahren 1981 bis 1985, die durch Arbeiten auf Papier ergänzt werden.

Per Kirkeby wurde 1938 in Kopenhagen, Dänemark, geboren und studierte Geologie an der Universität Kopenhagen, setzte aber seine Kunstpraxis fort und produzierte Gemälde, Skulpturen, Filme und Drucke. In den 1960er Jahren ging er künstlerische Kooperationen mit Fluxus-Künstlern wie Joseph Beuys, Nam June Paik und Charlotte Moorman ein. In Dänemark wurde er „Super-Per“ genannt - „König der dänischen Malerei“.

Ein Superstar der bildenden Kunst
Seine Selbstsicherheit war daher legendär, so sagte er einmal: „Ich finde auch, dass ich ein richtig guter Maler bin.“ 2013 erlitt er bei einem Sturz eine schwere Hirnverletzung und konnte bis zu seinem Tod vor drei Jahren nicht mehr künstlerisch aktiv sein. Seine Werke befinden sich unter anderem in den Sammlungen des Art Institute of Chicago, des Museum of Modern Art in New York, der Tate Gallery in London und des Louisiana Museum of Modern Art.

Spannende künstlerische Auseinandersetzungen
Zwischen 1981 und 1985 entstand eine geschlossene Werkgruppe von Bronze-Plastiken, deren zentrales Thema die Auseinandersetzung mit körperlicher und architektonischer Figuration ist. Kirkeby verwendet dabei eine sehr dunkle Patina. Der Aufbau der Plastiken resultiert aus bestimmten körperlichen Vorgabe-Fragmenten. Das figurative Bild wird dabei „zergliedert“.

Es entstehen Plastiken mit einer eigenen Ästhetisierung von einzelnen Körperbildern, die je nach Betrachtungsstandpunkt auch nahe an der Abstraktion wirken. Seine erste Begegnung mit den Skulpturen Per Kirkebys beschreibt Galerist Bernd Kugler mit folgenden Worten: „Als ich das erste Mal mit seinen Plastiken konfrontiert war, konnte ich die Absicht dieses Künstlers nur erahnen. Zu sehr war ich eingebunden in kunsthistorische Dogmen, die von der Darstellung in ihrer Anmut, aber auch Zerbrechlichkeit, ausgingen - ja, Fragmentierung im Sinne Rodins kannte ich, aber welches Wechselspiel schafft Fragmentierung in oder mit der Natur?“

Hubert Berger
Hubert Berger
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