Im März wurden 307 Oberösterreicher im Alter zwischen 14 und 30 Jahren vom IMAS-Institut befragt. „Die Pandemie und die Einschränkungen haben sich belastend auf Jugendliche ausgewirkt“, fasst Paul Eiselsberg die Ergebnisse der Studie zusammen, die im Auftrag des Hilfswerks OÖ durchgeführt worden ist. Rund 56 Prozent dieser Altersgruppe schauen mit Skepsis auf die nächsten 12 Monate. Schuld daran sind der veränderte Schulbetrieb und die Probleme am Arbeitsmarkt. „Längerfristig gewinnen aber die Optimisten wieder die Oberhand“, glaubt Eiselsberg. Rund 81 Prozent der Befragten empfinden „sehr starke Freude“ beim Gedanken an die Zeit nach Corona. Aber: „Wir werden anders leben, anders arbeiten, das glauben bereits 81 Prozent.“
Wir werden anders leben, anders arbeiten. Viele junge Menschen glauben, dass die Krise ein ,Game Changer‘ ist. Der Zusammenhalt in der Familie steht hoch im Kurs, wenn er in der Corona-Krise Hilfestellung bieten konnte.
Meinungsforscher Paul Eiselsberg über Jugendliche
Was wichtig ist
Die Pandemie beeinflusste zudem die Lebensziele der Jugendlichen „in positiver Richtung“ – siehe Grafik. Gesunde Lebensführung rückte an die erste Stelle mit einem Plus von 45 Prozent, Work-Life-Balance (plus 40) oder ein harmonisches Familienleben (plus 39) belegen ebenfalls obere Ränge. Prestigeträchtige Ziele oder gesellschaftlicher Einfluss haben verloren.
Hilfestellung bei Jobsuche
„Eine Generation Corona darf es nicht geben!“ betonen Wolfgang Hattmannsdorfer und Viktoria Tischler, beide Hilfswerk OÖ. Nach den turbulenten Corona-Monaten will die Sozialeinrichtung ihre Angebote für Schulassistenz, Lern- und Arbeitsbegleitung verstärken.
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