Fans Firma empfohlen

Rapper 50 Cent twitterte seine Aktien in die Höhe

Ausland
14.01.2011 16:08
Der US-Rapper 50 Cent macht dieser Tage ausnahmsweise nicht in den Klatschspalten, sondern im Wirtschaftsteil Schlagzeilen. Der Musiker mit dem bürgerlichen Namen Curtis Jackson hat Anfang Jänner Börsentipps an seine 3,8 Millionen Twitter-Fans abgegeben. Der Aktienkurs des Unternehmens, das der Rapper über den Klee lobte, schoss in die Höhe. Was die meisten Fans nicht wussten: 50 Cent hält Anteile an der Firma.

In mehreren Twitter-Botschaften, die der Rapper beiläufig zwischen Meldungen über alltägliche Ereignisse einstreute, soll 50 Cent die Firma "H&H Imports" als lukratives Investment hochgelobt haben. An der Gesellschaft hält der Rapper rund 12 Prozent. Für die H&H-Tochterfirma "TV Goods" macht der Musikstar außerdem seit kurzem Werbung für eine ihm gewidmete Kopfhörer-Kollektion.

Am 6. Jänner stand der Kurs von "H&H Imports" bei gerade einmal fünf Cent pro Aktie, täglich wurden nur ein paar Tausend der Papiere gehandelt. Dann begann Jacksons "Kampagne". Am 10. Jänner, als Jackson schrieb "Von 5 auf 10 Cent über Nacht! Hier könnt ihr euer Geld verdoppeln!", schoss der Kurs auf fast 40 Cent pro Aktie empor, rund neun Millionen Papiere wurden an dem Tag gehandelt. Mit Stand 13. Jänner hält die Aktie noch immer bei fast 30 Cent.

Aktienpaket um 8,7 Millionen Dollar mehr Wert
Als die Aktie am 10. Jänner bei 39 Cent schloss war Curtis Jackson Anteil - er hat 30 Millionen "H&H Imports"-Papiere - binnen eines Tages um 8,7 Millionen Dollar mehr wert, errechnete die "New York Post". Ob der Rapper während des Höhenflugs Anteile verkauft hat, ist nicht bekannt. Laut der "Post" bekam Jackson bei seinem Einstieg in die Firma im Oktober mehrere Optionsscheine zugestanden, die ihm bei bestimmten Kurswerten Verkäufe ermöglichen würden.

Die einschlägigen Twitter-Botschaften wurden von Jacksons Profil (siehe Infobox) miltterweile entfernt. Jetzt heißt es nur noch: "Ich finde, die Aktien sind gut. Fragt doch eure Finanzberater." Laut einem Bericht des US-Fernsehsenders "FOX News" interessiert sich bereits die US-Börsenaufsicht SEC für 50 Cents Twitter-Coup. "H&H Imports" sei derzeit nämlich alles andere als profitabel und stand Ende 2010 mit rund 3,3 Millionen Dollar in der Kreide.

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