"Ich war nur eine Stunde nicht daheim. Als ich dann die Küche betrat, sah ich schon die eingeschlagene Terrassentür", erzählte die Betroffene am Donnerstag am Innsbrucker Landesgericht. Der schwere Schock folgte Sekunden später: Sämtliche Räume waren durchsucht, der Inhalt von Kästen und Schubladen auf den Boden geworfen. "Es sah verheerend aus", erinnerte sich die Pitztalerin.
Sie alarmierte die Polizei, doch die Gauner waren schon über alle Berge. Exakt: im Alpbachtal. Dort brachen sie wieder in ein Haus ein, diesmal aber nahmen sie keine große Rücksicht darauf, ob jemand zu Hause war. "Ich hörte verdächtige Geräusche und dachte an den Kaminkehrer", schilderte der Betroffene. "Doch am Gang kamen mir die Männer entgegen. Die beiden flüchteten sofort in einem roten Auto."
Nach Einbruchsversuch in Leogang verhaftet
Eine Fahndung blieb erfolglos, doch am folgenden Tag endete die Diebestour der beiden Männer. Unmittelbar nach einem weiteren Einbruchsversuch in Leogang (Salzburg), bei dem die Gauner wieder von der Hausbewohnerin überrascht wurden, konnten die Polen (45 und 34) von der Polizei gestellt und verhaftet werden.
Am Donnerstag saß das Duo auf der Anklagebank am Innsbrucker Landesgericht. Sie gaben zu, was nicht zu leugnen war, und versuchten sich als Unschuldslämmer darzustellen. Einer, der angeblich nur als Aufpasser fungierte, habe gar nie mitmachen wollen, der andere habe ihn aber überredet. Das Gericht glaubte ihnen nicht, vor allem auch, weil sie in Polen schon mehrfach vorbestraft sind. Das nicht rechtskräftige Urteil: jeweils zwei Jahre unbedingte Haft.
von Stefan Ruef, Tiroler Krone
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