30.04.2021 06:00 |

Aktueller Klimabericht

Der Klimawandel heizt den Steirern ein

Der „Krone“ liegt der aktuelle Klimabericht vor - die Erderwärmung ist in der Steiermark spürbar. 2020 war das historisch fünftwärmste Jahr, es gab kaum Schnee in den Wintermonaten 2019/20. Das Land beteiligt nun die Steirer bei Klimapolitik

Außergewöhnlich viele Sonnentage, überdurchschnittlich heiß, zweitwärmster Winter der Messgeschichte: 2020 war aus Sicht der Klimatologen ein Jahr der Superlative! Das belegt der brandaktuelle Klimabericht, der jedes Jahr im Auftrag des Klima- und Energiefonds sowie des Landes Steiermark erstellt wird und der „Steirerkrone“ vorliegt.

„Die Ergebnisse zeigen: Die ersten Auswirkungen des Klimawandels sind in der Steiermark angekommen“, analysiert Klima- und Umweltlandesrätin Ursula Lackner (SPÖ) - und appelliert auch an die Bundesregierung: „Es braucht einen breiten Schulterschluss, um den Klimawandel einzudämmen und mit den Folgen zurecht zu kommen!“

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Die ersten Auswirkungen des Klimawandels sind angekommen. Wir müssen weitere Schritte setzen, um die Steiermark auch für kommende Generationen lebenswert zu erhalten!

Ursula Lackner, Landesrätin für Klimaschutz und Umwelt

Zehn Millionen Euro sind im Klima-Topf
Das Land jedenfalls leistet seinen Obulus: Die Klimastrategie 2030 verfolgt das Ziel, die Emissionen der Steiermark zu reduzieren und langfristig Klimaneutralität zu erreichen. Dafür steht heuer erstmals ein neuer Klimafonds zur Verfügung, der jährlich mit zehn Millionen Euro dotiert ist.

Der Winter 2019/2020 war der zweitwärmste
Und das sind die wichtigsten Aussagen der Forscher im „Klimastatusbericht“:

  •  Die Steiermark registrierte 2020 das fünftwärmste Jahr der Messgeschichte. Es war um 2,0 °C zu warm!
  • Alle zwölf Monate waren überdurchschnittlich warm. Der Winter 2019/2020 landet sogar auf Platz zwei der wärmsten Winter seit dem Messbeginn.
  • Im Jahresschnitt waren die Niederschlagsmengen mit einem Plus von vier Prozent zwar ausgeglichen, jedoch gestalteten sich die Monate Jänner (mit minus 71% Schnee und Regen), April (minus 45%) und November (minus 78%) außergewöhnlich trocken.
  • Mit überdurchschnittlich vielen Regenmengen ging es durch den Sommer.
  • Die Weststeiermark war ein „heißes Pflaster“ - denn hier war es besonders trocken (minus 10% im Vergleich zum Niederschlags-Sollwert). Nördlich der Salza, dem Nebenfluss der Enns, regnete es im Jahr 2020 hingegen ungewöhnlich häufig (plus 20% gegenüber dem Sollwert).
  • Sonnenhungrige kamen vor allem zwischen Jänner und April 2020 auf ihre Kosten: Diese Monate fielen durch außergewöhnlich viele Sonnenstunden auf. Und der zweitsonnigste April der Messgeschichte war zugleich der sonnenreichste Monat des Jahres - nur lag darin leider die Zeit des ersten Lockdowns mit den Ausgangsbeschränkungen. Im Jahresmittel kommt die Steiermark übrigens auf ein Sonnenstunden-Plus von elf Prozent! In der Südsteiermark lachte die Sonne um bis zu 20 Prozent häufiger als üblich vom Himmel. 
Jörg Schwaiger
Jörg Schwaiger
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