28.04.2021 13:45 |

Solidarität mit Prag

Russland verweist sieben EU-Diplomaten des Landes

Russland hat sieben EU-Diplomaten ausgewiesen. Der Grund: Sie hatten sich solidarisch mit Tschechien in einem Streit mit Russland gezeigt. Wie das Außenministerium in Moskau am Mittwoch mitteilte, wurden vier Diplomaten aus den baltischen Staaten sowie drei weitere aus der Slowakei des Landes verwiesen.

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Zwischen Tschechien und Russland schwelt derzeit ein heftiger Streit um eine Geheimdienstaffäre, Prag und Moskau haben deshalb bereits zahlreiche Diplomaten der Gegenseite ausgewiesen. Aus Solidarität mit der Regierung in Prag hatten die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen ihrerseits russische Diplomaten ausgewiesen, auch die Regierungen in Ungarn, Polen und der Slowakei stellten sich hinter Prag.

Steckt Moskau hinter Explosion in Militärdepot?
Der tschechische Geheimdienst hatte Russland vorgeworfen, hinter zwei Explosionen in einem Militärdepot im Osten Tschechiens zu stecken, bei denen im Jahr 2014 zwei Menschen getötet worden waren. Demnach sollen zwei russische Geheimdienst-Mitarbeiter die Explosionen ausgelöst haben.

Es soll sich um dieselben Agenten handeln, denen auch die Vergiftung des ehemaligen Doppelagenten Sergej Skripal und seiner Tochter im britischen Salisbury im Jahr 2018 zur Last gelegt wird.

Zerwürfnis führt zu gegenseitigen Ausweisungen
Die Vorwürfe führten zum Zerwürfnis zwischen Prag und Moskau und zur gegenseitigen Ausweisung der Diplomaten. Medienberichten zufolge richteten sich die Explosionen im Jahr 2014 gegen Waffen im Besitz eines bulgarischen Waffenhändlers, die möglicherweise an die Ukraine verkauft werden sollten.

Russland hatte 2014 die ukrainische Halbinsel Krim annektiert, während in der Ostukraine der Konflikt zwischen pro-russischen Separatisten und der ukrainischen Armee eskalierte.

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