24.04.2021 06:00 |

„Macht Fortschritte“

Edtstadler wirbt: Priorität für den „Grünen Pass“

Kleiner Koalitionskrach auf dem Weg nach Portugal. Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) wirbt weiter für das geplantes Reise-Zertifikat.

Die Bombe platzte für Europaministerin Karoline Edtstadler auf dem Weg nach Lissabon. Beim Umsteigen in München (wegen der Corona-Pandemie gibt es kaum direkte Flüge nach Portugal) tauchten Meldungen über ein Interview des neuen Gesundheitsministers Wolfgang Mückstein mit dem TV-Sender Puls 24 auf.

Mückstein: „Warum reden wir über einen ,Grünen Pass‘“
Darin hatte der Neo-Politiker der Grünen zu erkennen gegeben, dass der „Grüne Pass“, den vor allem die ÖVP seit Monaten forciert, keine Priorität für ihn habe. „Warum reden wir über einen ,Grünen Pass‘, wenn wir noch nicht einmal wissen, was die EU von uns will?“, sagte Mückstein.

Das kam bei Edtstadler, die eifrig durch Europa reist, um für den Pass, der wieder mehr Mobilität bringen soll, zu werben, nicht gut an - es folgten einige hektische und wohl auch nur mäßig freundliche Telefonate mit dem Gesundheitsressort.

Wogen wagen rasch wieder geglättet
Am Tag darauf hatten sich die Wogen wieder geglättet. Edtstadler war sich mit der portugiesischen Staatssekretärin für europäische Angelegenheiten, Ana Paula Zacarias, einig, dass das grüne Ticket zu mehr Corona-Freiheit ein wichtiges Instrument sei.

Beide zeigten sich zuversichtlich, dass die Einführung am ersten Juli gelingen werde, auch wenn derzeit noch einige Fragen, etwa welche Impfstoffe anerkannt werden, offen sind. Es habe einige Staaten gegeben, die am Anfang gebremst hätten, doch jetzt seien alle dafür, betont Ana Paula Zacarias. Auch die technische Umsetzung mache Fortschritte, heißt es.

Der ursprüngliche Anstoß für den „Grünen Pass“ kam bereits im Februar aus Griechenland. Österreich schloss sich der Forderung damals rasch an. Für Edtstadler hat die Verwirklichung höchste Priorität. Dabei sei man mit dem Koalitionspartner eng abgestimmt, versichert die Ministerin. Sie werde sich dazu auch weiter mit Gesundheitsminister Mückstein besprechen.

Kronen Zeitung

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