Vor allem am Rhein

Hochwasser-Lage in Deutschland weiter angespannt

Ausland
10.01.2011 14:43
Die Hochwasser-Lage in Deutschland verschärft sich in manchen Regionen weiter: Die Pegelstände am Rhein sind auch zu Wochenbeginn gestiegen. In Koblenz konnten viele Menschen ihre Wohnung nur noch über Stege und Boote erreichen, laut den Behörden soll das Hochwasser in der Stadt noch am Montag seinen Höchststand erreichen. Auch an der Mosel und im Osten Deutschlands bleibt die Lage angespannt, in Köln wird der Scheitelpunkt voraussichtlich erst am Dienstag erreicht.

Am Deutschen Eck in Koblenz mit dem monumentalen Reiterstandbild des Kaisers Wilhelm I. (Bild) rechnen die Behörden am Montag mit starken Einschränkungen des Verkehrs, etliche Straßen sind schon gesperrt. Ein Sprecher des Katastrophenschutzes sagte am Morgen, die Pegelstände tendierten langsam in Richtung der Acht-Meter-Marke. Bei den großen Hochwassern 1993 und 1995 war das Wasser mehr als neun Meter hoch angeschwollen. Normalerweise liegt der Pegelstand in der Stadt bei 2,40 Meter.

Aus Cochem an der Mosel meldete die Polizei am Morgen eine "stagnierende Lage". Seit Sonntag stehen die erste Gebäudereihe an der Mosel und ufernahe Straßen unter Wasser. In Zell wurde die Altstadt leergepumpt. Am späten Abend habe es kein Stauwasser mehr gegeben und die Straßen hätten bereits grob gereinigt werden können, hieß es. "Es gibt insgesamt die Tendenz, dass das Wasser langsam, aber stetig fällt", hieß es beim Hochwassermeldezentrum für die Mosel in Trier. "Die Pegelstände gehen stetig abwärts, so dass auch die Gemeinden wieder hochwasserfrei und aufgeräumt werden kann."

Keine Entwarnung im Osten
Im Osten Deutschlands heißt es vor allem abwarten. Zwar ist die Lage an Oder und Spree stabil, sich zu Barrieren stauende Eisschollen könnten dies aber rasch ändern. An der Elbe stiegen die Pegelstände am Morgen noch leicht, kritisch war die Situation jedoch nicht. Auch an der Schwarzen Elster im Süden Brandenburgs legten die Wasserstände weiter zu, in Herzberg drohte die höchste Alarmstufe vier.

Angespannt ist die Situation weiter an den Flüssen in Sachsen-Anhalt. Alarmstufe vier gilt für die Weiße Elster am Pegel Oberthau und für die Saale am Pegel Camburg-Stöben. In Thüringen sind die meisten Wasserstände stabil oder fallen bereits.

Leichte Entspannung in Hessen
Beim Hochwasser in Hessen zeichnete sich am Montag eine leichte Entspannung der Lage ab. Die Behörden in den betroffenen Gebieten meldeten vorsichtig optimistisch, dass das Schlimmste wohl ausgestanden sei. "Das bereitet uns keine Sorgen mehr", sagte ein Polizeisprecher in Fulda.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
10.01.2011 14:43
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung