Mutiger Autofahrer:

„So stoppte ich den Geisterfahrer auf der A7“

Oberösterreich
21.04.2021 08:00

Für eine gefährliche Irrfahrt sorgte am Montagabend ein 88-jähriger Autofahrer auf der Mühlviertlerautobahn. Acht Kilometer war der betagte Lenker in die falsche Richtung unterwegs. Ein mutiger 39-Jähriger konnte den Mann schließlich zum Stehenbleiben bringen, sprang kurzerhand über die Betonmittelleitwand. Harald Ipsmiller schildert die entscheidenden Minuten!

Sowohl der Geisterfahrer als auch sein Retter werden den Abend des 19. April wohl nie wieder vergessen. Der betagte Senior (88) aus Engelhartszell verfuhr sich mit seinem Auto bei der Heimfahrt. Er geriet auf die Mühlkreisautobahn Fahrtrichtung Linz. Allerdings war er dort als Geisterfahrer Richtung Freistadt unterwegs. „Ich habe bei der Ausfahrt Gallneukirchen selbst ein Auto überholt und dann gesehen, dass auf der anderen Seite ein Autofahrer in dieselbe Richtung wie ich fuhr“, schildert Harald Ipsmiller (39) aus Gutau. Mit rund 120 km/h war der 88-Jährige auf der Überholspur als Geisterfahrer unterwegs.

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Gott sei Dank ist nichts passiert. Der Mann war verwirrt und wusste gar nicht, dass er auf der Autobahn unterwegs war.

Harald Ipsmiller (39) stoppte den Rentner

Hinübergeschrien
„Mit Lichthupen und Warnblinkanlage habe ich andere Lenker auf den Geisterfahrer aufmerksam gemacht. Außerdem habe ich aus dem offenen Fenster zu ihm rübergeschrien: ,Bleib stehen‘“, schilderte der 39-jährige Autohändler die „Verfolgungsjagd“. Rund acht Kilometer waren die Autofahrer nebeneinander, nur durch die Betonmittelleitwand getrennt, unterwegs. Dass es zu keinem schweren Unfall kam, war dem geringen Verkehrsaufkommen geschuldet. Wobei „ein paar sehr brenzlige Situationen dabei waren.“

Schlüssel abgezogen
Rund 200 Meter vor dem Tunnel Götschka bereits auf der S 10, der Mühlviertler Schnellstraße, endete schließlich die Wahnsinnsfahrt, der 88-Jährige stoppte sein Auto kurz ab. „Ich bin über die Betonwand gesprungen, hab’ die Türe aufgerissen und seinen Schlüssel abgezogen“, sagt Ipsmiller erleichtert.

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