Der Rankweiler Altbürgermeister und Ex-Landtagsabgeordnete Hans Kohler setzt sich seit vielen Jahren für den ärmsten Staat Europas, Moldawien, ein.
Kein Wunder, dass Hans Kohler ein erfolgreicher Politiker geworden ist, war doch schon sein Urgroßvater Johann Kohler einer der Gründer der christlich-sozialen Partei, aus welcher später die ÖVP hervorgehen sollte. Einen weit größeren Einfluss hatte auf Hans freilich sein Elternhaus: „Als ältestes von sechs Kindern und umgeben von zahlreichen Cousins lernt man das Verhalten in der Gruppe und Rücksicht auf andere“, erinnert sich der geborene Schwarzacher an seine Kindheit.
Als ältestes von sechs Kindern und umgeben von zahlreichen Cousins lernt man das Verhalten in der Gruppe und Rücksicht auf andere
Kohler über seine Kindheit
Ein Mann klarer Worte und Taten
Bereits als Teenager war er in der neu gegründeten „Jungen Generation der ÖVP“ aktiv, erwies sich dort als engagierter Föderalist und blieb auch nach seinem Umzug gen Rankweil politisch aktiv. Obwohl er beruflich überaus erfolgreich war - Hans begann als Bank-Revisor, später wechselte er zu IBM, dann wurde er Direktor einer Versicherung, anschließend machte er sich selbstständig -, folgte er letztlich dem Ruf, in Rankweil das Bürgermeisteramt zu bekleiden. Am Ende sollte er 18 lange Jahre die Geschicke der achtgrößten Ländle-Gemeinde lenken. Dabei war er stets ein Mann klarer Worte und Taten: „Wenn man zu etwas ja sagt, ist man verpflichtet, es auch schnell zu tun. Wenn man aber nein sagen muss, sollte man dies genauso rasch machen. Dann ist man zwar nicht everybody’s Darling, aber schlussendlich kommt es darauf an, das umzusetzen, wofür man angetreten ist.“
Politik und Humanitäres
Der Erfolg gab ihm recht: In seiner Ära schuf er die Basis dafür, dass in Rankweil mittlerweile ein echtes Zentrum entstanden ist, zudem prägte er mit der Renovierung alter Bausubstanz (Vinomnasaal, Schlosserhaus, Fuchshaus) das Gesicht der Gemeinde. Fast ebenso lang gehörte er dem Vorarlberger Landtag an („Wenn man sich inhaltlich auf Themen konzentriert, die auch Gemeindethemen sind, ist das eine Win-win-Situation“) und begann sich zudem ab 1992 ehrenamtlich für Hilfsaktionen in Osteuropa zu einzusetzen.
Fördern und fotografieren
Dass er sich besonders für die Menschen in Moldawien engagiert, erklärt sich mit einer sehr persönlichen Erfahrung: 2009 war er als OECD-Wahlbeobachter in der ehemaligen Sowjetrepublik, das Ausmaß der Armut hat ihn damals regelrecht geschockt. Mit seinem Einsatz hat er auch andere angesteckt, aus der anfänglichen „One-Man-Show“ ist eine kleine NGO geworden, welche von zahlreichen Feuerwehren, Firmen und Schulen unterstützt wird. „Bis heute konnten wir über 50 Feuerwehrautos überstellen, 2500 Computer an Schulen übergeben sowie etliche Seminare für Zukunftsthemen organisieren.“
In seiner spärlichen Freizeit widmet sich der Vater dreier Töchter und Opa von sieben Enkelkindern seiner Großfamilie und geht seinem liebsten Hobby nach: dem analogen Fotografieren und Sammeln alter Kameras. Dass er in seinem Leben so viel erreicht hat, mag auch an seinem Motto liegen: „Man muss nur etwas wollen und fest daran glauben - dann wird es gelingen.“ Was er bewiesen hat...
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