Ein Meer aus virtuellen Kerzen, die Fahnen auf halbmast. In berührender Weise gedachten die Spitzen der Republik am Freitag der 9843 Toten der Pandemie in Österreich. Viele von ihnen seien einsam gestorben, sagte Bundespräsident Alexander Van der Bellen, „ohne ein letztes Wort des Trostes, ohne eine letzte Berührung ihrer Liebsten“. Unvollendete Abschiede, für die Hinterbliebenen sind sie besonders schmerzvoll.
Der Dank galt jenen Menschen in den Krankenhäusern und auf den Intensivstationen, die täglich mit Hilflosigkeit und Verzweiflung konfrontiert sind, die Sterbende fürsorglich betreuen, die Überlebenden Mut machen. Dabei, so Kardinal Christoph Schönborn, „gehen diese Menschen oft bis an die Grenzen der körperlichen und seelischen Belastbarkeit“, viele hätten „Übermenschliches geleistet“, betonte der Bundeskanzler.
Diese Dankbarkeit wurde spürbar, als Vizekanzler Werner Kogler von seinem Vater erzählte, der nach einer Corona-Erkrankung viele Wochen auf der Intensivstation lag und an Beatmungsgeräte angeschlossen war.
„In dieser Zeit durfte ich den großen Einsatz unter schwierigsten Bedingungen erleben - und die Menschlichkeit, mit der dort gearbeitet wird“, sagte der Gesundheitsminister i. V. Koglers Vater hat SARS-CoV-2 überlebt.
Darum geht es in dieser schwierigen, fordernden Zeit. Um Menschlichkeit und Mitgefühl. Um Dankbarkeit für das Leben. Um Menschenleben.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.