Die Hälfte der insgesamt 90 Rennläufer war bereits im Ziel, als der 53-jährige Villacher startete. Für Günther St. nichts Besonderes, immerhin ist der Hobbysportler seit Jahren ein Fixstarter beim Masterscup, einer Skirennserie für Sportler zwischen 30 und 80 Jahren.
Mit Hand an Tor hängengeblieben
Doch schon beim fünften Tor passierte es. "Der Villacher blieb mit der Hand bei einer Torstange hängen, es hob ihn aus und er stürzte in Richtung Pistenrand auf einen Holzzaun", schildert ein Polizeiermittler den Horrorsturz. "Eine Holzlatte ist dabei abgebrochen und hat sich in den Brustkorb des Skifahrers gebohrt."
Sofort eilten zwei Rennkollegen, ein Arzt und ein Sanitäter, die nach dem Villacher an der Reihe gewesen wären, zu Hilfe und alarmierten die Einsatzkräfte. Trotz Windböen und schlechter Sichtverhältnisse stieg wenige Minuten später bereits die Crew des ÖAMTC-Rettungshubschraubers "Alpin 1" auf.
Mit Ackja ins Tal gebracht
"Bei minus acht Grad, in Steillage und bei Sturm konnten wir zuerst nur eine Schmerztherapie machen", schildert der Flugrettungsarzt. Hubert Gruber, Rennveranstalter und Obmann der Skizunft Patergassen, brachte den Schwerstverletzten danach per Ackja ins Tal, wo die Erstversorgung in einer Lifthütte fortgesetzt wurde: "Schrecklich! Hoffentlich wird unser Günther rasch wieder fit. Er war immer bei den Rennen dabei und ein Top-Läufer."
Günther St. wird jetzt im Klinikum in Klagenfurt behandelt. Übrigens: Das Rennen wurde sofort nach dem Unfall abgebrochen.
von Hannes Wallner, "Kärntner Krone"
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