Fehde im Jagdrevier

Weidmannsstreit: Zwei Anzeigen gegen Polizisten

Kärnten
05.01.2011 16:06
Ein jahrelanger Streit um Wilderei, Jagdneid und um Reviergrenzen im Lesachtal hat mit zwei Anzeigen gegen einen Polizisten jetzt seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Zeugen wollen gesehen haben, dass der Beamte seinen Jagdhund auf ein wehrloses Reh gehetzt hat. "Stimmt nicht! Es geht um Neid", kontert der Polizist.

"Seit 20 Jahren wird schon gestritten. Der Konflikt dreht sich um illegale Abschüsse, dass Reviergrenzen ignoriert werden und um Wilderei", erklärt ein Jäger. Kurz vor dem Jahreswechsel kam es nun erneut zu einem Zwischenfall. Zwei Zeugen wollen beobachtet haben, dass ein Weidmann seinen Jagdhund auf ein Reh gehetzt hat. "Der Hund hat das hilflose Tier gerissen und es schwer verletzt", meint der Zeuge. 

Der Beschuldigte, Polizist in Osttirol, kontert: "Ich bin mit dem Hund nur auf Nachsuche gegangen. Alles war regulär! Es gab aber schon mehrere Anzeigen gegen alle Seiten." Sehr zum Missfallen von Landesjägermeister Ferdinand Gorton: "Diese Fehde wirft kein gutes Licht auf uns Jäger."

von Thomas Leitner, "Kärntner Krone"

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