Obwohl das 3,5 Millionen Euro teure Biomasse-Heizwerk Gefahr läuft, von einer zu Tal rasenden Staublawine erfasst zu werden, schwärmt Bürgermeister Gunnar Illing weiter von dem Vorhaben auf dem Lawinenhang: "Das Werk wird zu zwei Drittel eingegraben, der Kamin erhält eine eigene Fangsicherung und für die Arbeiter gibt es einen sicheren Zugang!" Er sieht das Heizwerk sogar als "Lawinenschutzprojekt".
Und auch der Projektwerber, Anton Aschbacher, ist ob der Lawinengefahr von dem Standort überzeugt: "Diesen hat zwar die Gemeinde ausgesucht – er ist grundsätzlich aber nicht schlecht. Gutachten bestätigen, dass der Bau durchaus möglich wäre."
Behörde signalisiert grünes Licht
Obwohl Neubauten in der roten Zone grundsätzlich verboten sind, signalisiert die Behörde, dem Vorhaben tatsächlich grünes Licht zu geben. "Zur Sicherung müssen eben Schutzmaßnahmen errichtet werden", heißt es aus dem Büro von Umweltlandesrätin Beate Prettner. Wie in der Umweltabteilung gibt es auch positive Stellungnahmen seitens der Lawinenverbauung.
"In der roten Zone soll ja gerade wegen der Lawinengefahr nicht gebaut werden. Dass das Werk dem Lawinenschutz dient, ist an Zynismus nicht mehr zu überbieten", wettern hingegen besorgte Gemeindebürger. Die Widmung ist beschlossen. Bau- und gewerberechtliche Verhandlungen stehen aber noch aus.
von Thomas Leitner, "Kärntner Krone"
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