13.04.2021 15:00 |

Fußball

Schriebl bei Horn jetzt als Psychologe gefragt

Sieben Runden sieglos: Ex-Seekirchen-Coach Alex Schriebl rutschte mit Horn ans Ende der Tabelle in der 2. Liga. Die Arbeit des 42-jährigen Salzburgers wird aber weiter geschätzt, sein Vertrag wurde bereits bis 2023 verlängert. Im Sommer hofft er auf ein Pro-Lizenz Praktikum bei Ex-Bullen-Coach Thomas Letsch und Vitesse Arnheim.

Ende Oktober ließ sich Alexander Schriebl von seinem Fulltime-Job karenzieren und wechselte von Regionalligist Seekirchen als Profi-Trainer zu Zweitligist Horn. Nach einigen sehr positiven Resultaten durchlebt der 42-jährige Salzburger nun die schwierigen Zeiten des Geschäfts.

Bittere Gegentore aus dem Nichts
Vorm Heimmatch am Dienstag gegen Innsbruck warten die Waldviertler seit sieben Runden auf einen vollen Erfolg, sind ans Tabellenende gerutscht. „Wir waren bei allen Partien ganz gut dabei. Aber wir kassieren derzeit in entscheidenden Phasen Gegentore aus dem Nichts, wie zuletzt gegen Steyr aus zwei Standards. Das setzt der Mannschaft mental zu“, weiß Schriebl, dass er auch als Psychologe gefragt ist. „Die Spieler müssen spüren, dass ich weiter Vertrauen in sie habe. Das zeige ich ihnen auch. Dann kann sich das Pendel relativ schnell wieder drehen“, betont der Ex-Bundesliga-Kicker. Seine Arbeit wird trotz der Tabellensituation geschätzt – sein Vertrag wurde bis 2023 verlängert.

Distanz zur Familie hart
Ein Abstieg ist nicht eingeplant. „Wir wollen es mit Siegen schaffen, da wieder raus zu kommen.“ Obwohl er weiß, dass es heuer vielleicht gar keine Absteiger geben wird – mangels Aufsteigern aus den Regionalligen. „Darauf möchte ich mich nicht verlassen. So lange das nicht fix ist, ist die Lage aber ein guter Test: Wie funktioniere ich als Spieler, wenn der Druck groß ist?“

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Das Jahr ist mega lehrreich, ich mache ja auch die Pro-Lizenz-Ausbildung, die ich im November abschließe.“

Horn-Coach Alexander Schriebl

Auch für ihn selbst ist der Job ein Test. „Die Distanz zur Familie, die in Mondsee lebt, ist die größte Challenge“, gibt der Familienvater zu. Aber er weiß auch, welche Chance er momentan hat: „Das Jahr ist mega lehrreich, ich mache ja auch die Pro-Lizenz-Ausbildung, die ich im November abschließe.“ Für die will er im Sommer bei Ex-Bullen-Coach Letsch bei Vitesse Arnheim (Hol) ein Praktikum absolvieren. Zuvor will er aber nur eines: Horn auf einen Nicht-Abstiegsplatz führen.

Herbert Struber
Herbert Struber
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