Der perfekte Coup
Argentinische Diebe gruben 30-Meter-Tunnel in Bank
Ausland
04.01.2011 09:20
In Argentinien hatten Bankräuber einen perfekten Plan. Die Täter gruben einen 30 Meter langen Tunnel und verschafften sich dadurch Zutritt zu den Schließfächern. Groß ist die Verzweiflung nun vor allem bei den Bankkunden, die seit der Wirtschaftskrise ihr Geld lieber ins Schließfach als aufs Konto legen, denn ihre Ersparnisse sind nun weg.
Die Täter hätten über das Neujahrswochenende den Inhalt von rund 140 Fächern geleert und seien unerkannt entkommen, wie die Behörden mitteilten. Die Höhe des Schadens ist nicht bekannt, weil die Kunden der Bank nicht bekannt geben müssen, wie wertvoll der Inhalt der Schließfächer ist. Wütende Menschen forderten nun von der Bank, für ihre Verluste entschädigt zu werden.
Ein gut durchdachter Schachzug
Die Diebe hatten im Juni des vergangenen Jahres ein Nachbargebäude angemietet und von dort aus den beleuchteten, belüfteten und gut ausgebauten Tunnel bis in die Bank errichtet. "Es war wirklich eine eindrucksvolle Arbeit", sagte Staatsanwalt Martin Niklison. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Täter einen Komplizen in der Bank hatten.
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