10.04.2021 08:00 |

Im Gail- und Lesachtal

Schäden nach Rekordschnee werden sichtbar

Nach dem Rekordwinter werden nun die Schäden im Südwesten Kärntens sichtbar: Gebäude sind unter der Last von bis zu fünf Metern Schnee eingestürzt, Dächer wurden zerstört und Straßen zu Rumpelpisten. Versicherungen sprechen von rund 80 Prozent mehr Schäden als in einem normalen Winter.

In Gemeinden Lesachtal, Kötschach-Mauthen und Dellach/Gail haben die Aufräumarbeiten begonnen. „Es wird wohl bis in den Sommer dauern, um die Schäden zu beseitigen“, so Dellachs Bürgermeister Johannes Lenzhofer. „Wir haben Hunderte Schadensfälle abzuarbeiten“, sagt Peter Mascher von der Uniqua-Versicherung: „Zum Glück haben wir im Winter das Abschaufeln der Dächer bei unseren Kunden finanziert. Gebäude wurden so vom Schneedruck entlastet und noch größere Schäden damit vorgebeugt.“

In Kötschach wurden in diesem Winter 650 (!) Millimeter Niederschlag pro Quadratmeter gemessen; so viel, wie in Wien in einem Jahr durchschnittlich fällt.

„Davon viereinhalb Meter in Schnee“, sagt Bürgermeister Josef Zoppoth. Verständlich, dass die Kosten für die Schneeräumung explodieren. „Wir hatten 2020 170.000 Euro budgetiert, brauchten aber 340.000. 2021 haben wir die 170.000 alleine in den ersten dreieinhalb Monaten um 53.000 Euro überschritten.“

Die drei vom Schneechaos besonders hart getroffenen Gemeinden hoffen jetzt auffinanzielle Unterstützung durch das Land.

Zoppoth: „Alleine die Sanierung der Gemeindestraßen wird bei uns auf eine Million Euro geschätzt.“

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