09.04.2021 14:18 |

300 Karten konfisziert

Grafikchip-Schmuggler flohen im Speedboat vor Zoll

Beamte des Zolls in Hongkong haben mehrere hundert Grafikkarten des US-Herstellers Nvidia beschlagnahmt, die für das sogenannte Schürfen von Digitalwährungen geschmuggelt worden sind. Dem vorausgegangen war lokalen Berichten zufolge eine filmreife Verfolgungsjagd mit Schnellbooten.

Wie die Website tomshardware.com unter Berufung auf den lokalen Fernsehsender TVB News berichtet, war Beamten des Zolls um zwei Uhr morgens ein verdächtig wirkendes Fischerboot aufgefallen, das direkt vor dem internationalen Flughafen von Hongkong vor Anker lag. Die Zöllner konnten beobachten, wie mehrere Personen Kisten vom Fischerboot auf ein kleineres Schnellboot luden. Als die Männer aufflogen, jagten sie mit diesem davon. Die Polizei nahm die Verfolgung auf, letztlich konnten die Schmuggler jedoch entkommen.

Dem Bericht nach gelang es den Beamten jedoch, den Besitzer des Fischerbootes zu verhaften und zahlreiche Schmuggelwaren zu beschlagnahmen - darunter neben exotischen Lebensmitteln wie Seegurken und Haifischflossen auch allerlei technische Gerätschaften, allen voran Smartphones und rund 300 nicht identifizierte Grafikkarten im geschätzten Wert von umgerechnet mehr als 216.000 Euro.

Laut tomshardware.com handelte es sich bei den Grafikkarten aufgrund der fehlenden Display-Ausgänge „zweifelsfrei“ um speziell für das sogenannte Schürfen der Digitalwährung Ethereum entwickelte Karten vom Typ CMP 30HX des US-Herstellers Nvidia.

Dieser hatte die Karten für professionelle Krypto-Schürfer Mitte Februar vorgestellt, um der anhaltenden Knappheit seiner Gaming-Grafikkarten etwas entgegenzusetzen. Da Digitalwährungen hoch im Kurs stehen, sind die Hochleistungs-Grafikkarten, mit denen in aufwändigen Rechenoperationen Bitcoin und Co. produziert werden, zum Missfallen vieler Gamer im Handel bereits seit Monaten vergriffen oder nur zu überteuerten Preisen erhältlich.

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