Seit drei Wochen läuft der Versuch Modellregion. Landeshauptmann Wallner ist zufrieden, die Stimmung sei gut, die Zahl der Arbeitssuchenden spürbar gesunken.
Jeder Tag, an dem Gastronomie und Geschäfte ihre Pforten öffnen können, ist ein gewonnener Tag, meint Landeshauptmann Markus Wallner. Nach drei Wochen zieht er eine durchwegs positive Bilanz. „Es gab keinen einzigen Cluster in der Gastro. Wir liegen, was die Inzidenzen und die Auslastung der Intensivbetten angeht, vergleichsweise niedrig“, sagte er. So könne er sich durchaus vorstellen, die Betten auch für Patienten aus anderen Bundesländern zur Verfügung zu stellen. Zahlen konnte er nicht nennen. „Wir können aushelfen, die Zahl hängt aber von der eigenen Entwicklung und den Anforderungen ab. Letztlich muss die Entscheidung in den Spitälern beziehungsweise vom Intensivbettenkoordinator für Vorarlberg getroffen werden.“
„Kennen Ostereffekt noch nicht“
Was die Rückkehr zum Präsenzunterricht angeht, mahnt der Landeshauptmann zur Vorsicht. „Wir sollten berücksichtigen, dass die Inzidenz auch bei uns angestiegen ist. Die britische Mutation dominiert inzwischen auch in Vorarlberg. Zudem kennen wir den Ostereffekt noch nicht“, gab er zu bedenken. Unterm Strich plädiere er dafür, noch ein, zwei Wochen abzuwarten.
Ich werde mich an weitere Öffnungsschritte erst heranwagen, wenn ich die Sicherheit habe, dass die Infektionszahlen nicht ruckartig steigen
Landeshauptmann Markus Wallner
Sich weiter an Spielregeln halten
Ähnliches gelte auch für weitere Öffnungsschritte. Diese seien zwar denkbar, könnten aber nicht so schnell erfolgen wie es sich der eine oder andere vielleicht wünschen würde. „Wir sollten versuchen, weiter ohne Lockdown durchzukommen. In anderen Bundesländern liegt die 7-Tage-Inzidenz wesentlich höher, im Burgenland sind die Intensivbettenkapazitäten fast ausgeschöpft. Man sieht: Die Entwicklung kann auch in eine ganz andere Richtung gehen. “ Nicht zuletzt deshalb appellierte Wallner, sich weiter an die Spielregeln zu halten.
Teststrategie erfolgreich
„Wir müssen versuchen, mit einer gewissen Vorsicht, Impfungen und Tests danach zu trachten, die Öffnungsschritte nicht zu gefährden.“ Die Teststrategie läuft erfolgreich. 153.000 Test wurden vergangene Woche absolviert. Damit liegt Vorarlberg 60 Prozent über dem Österreich-Schnitt.
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