31.12.2010 08:52 |

Helden bestraft

Chile: Versicherung streicht Bergleuten das Krankengeld

Weil sie wegen ihrer vielen Reisen die vorgeschriebenen Untersuchungen beim Arzt verpasst haben, ist vier der geretteten chilenischen Bergleute das Krankengeld gestrichen worden. Die zuständige Sozialversicherung ACHS teilte am Donnerstag mit, dass Edison Pena (Bild), Omar Reygadas, Dario Segovia und Carlos Bugueno kein Geld mehr von ihr bekämen.

Alle Krankgeschriebenen müssen, so ACHS, die Vorschriften einhalten. "Und wenn eine Untersuchung angeordnet ist und der Betroffene nicht beim Arzt erscheint, wird ihm noch am gleichen Tag das Krankengeld gestrichen."

Gefragte Medienstars
Seit der Rettung sind viele der geretteten Kumpel ständig auf Reisen, weil sie unter anderem viele Medienauftritte absolvieren. Einer der aktivsten ist Omar Reygadas, der inzwischen bei Konferenzen Vorträge über Überleben und Willensleistung gibt.

69 Tage eingeschlossen
Insgesamt 33 Bergleute waren Mitte Oktober nach 69 Tagen, die sie eingeschlossen in 700 Metern Tiefe zugebracht hatten, aus der Mine San José in der chilenischen Atacama-Wüste gerettet worden. Die wohl spektakulärste Rettungsaktion in der Geschichte des Bergbaus lief übrigens unter österreichischer Beteiligung. Die Spezial-Seilwinde, mit der die Rettungskapsel nach unten und oben bewegt wurde, hatte eine steirische Firma zur Verfügung gestellt.

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