04.04.2021 11:10 |

Superstar 2021

Jan-Marten Block holt sich Sieg im „DSDS“-Finale

Der Lehrling Jan-Marten Block hat mit Unterstützung von Showmaster Thomas Gottschalk (70) die RTL-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ gewonnen. Der 25-Jährige setzte sich am Samstag im Finale der 18. Staffel gegen seine drei verbliebenen Konkurrenten durch. Zum Triumph verhalf ihm seine ungemein tiefe Stimme - und sein neu eingespieltes Sieger-Lied „Never Not Try“.

„Ich glaube, ich erkenne einen Hit, wenn ich einen höre“, sagte Gottschalk, der in der Show den eigentlichen Chef-Juroren Dieter Bohlen (67) vertrat. „Und das ist einer.“ Die Entscheidung, die Block 100.000 Euro und einen Plattenvertrag einbrachte, traf am Ende allerdings das Publikum. Ein Drittel (33,38 Prozent) votierte nach RTL-Angaben für den Sänger. Die Freude bei dem neuen „Superstar“ war danach so groß, dass beim Hochstemmen des Siegerpokals glatt ein Teil aus der prächtigen Trophäe brach.

Nicht nur Gottschalk hatte sich in der Finalshow für Block stark gemacht. Auch Schlagersängerin Maite Kelly, die neben dem Showdino in der Jury saß, lobte ihn. Sie nannte Jan-Marten einen „big Kuschelbär“, der aber auch eine Star-Aura habe.

Vom Hochzeitssänger zum Superstar
Tatsächlich wirkt Block wie jemand, den nichts so schnell umweht. Dazu mag seine Herkunft beitragen: Geboren wurde er in Niebüll, wohnhaft ist er in Süderlügum, tiefes Schleswig-Holstein. Vom Habitus her könnte er sich jederzeit für einen Norddeutschland-Werbefilm gemütlich in eine Düne fallen lassen. Bisher hatte der Nordfriese etwa auf Geburtstagen und Hochzeiten gesungen, aber nicht den großen Durchbruch geschafft. Er macht eine Ausbildung zum Kaufmann. Im Finale war auch seine Freundin dabei. „Ich werde diese Songs für dich singen heute“, versprach er ihr.

„Du bist ein netter Kerl, das sieht man“, schmeichelte Gottschalk dem Nachwuchsmusiker. Selbst Blocks Bewegungen auf der Bühne konnte er etwas abgewinnen: „Also einige Dance-Moves habe ich seit Joe Cocker nicht mehr gesehen.“ Zugleich riet der weit gereiste Showmaster, es bei dieser Stimme doch auch mal mit Country-Musik zu probieren. Das sei heute nicht mehr das „Gequäke“ von Willie Nelson (87), versicherte Gottschalk. Er sehe Block einfach in dem Genre.

„DSDS“-Finale ohne Dieter Bohlen
Dass Gottschalk bei der Inthronisierung des „Superstars“ dabei sein und seinen Jury-Stuhl mit einer Luftgitarren-Nummer zur Musik von Status Quo einnehmen konnte, lag an der Abwesenheit von Langzeit-Juror Dieter Bohlen. RTL hatte vor Wochen angekündigt, dass seine Zeit bei dem Format nach der aktuellen Staffel ende. Generell soll die ganze Show einen komplett neuen Anstrich bekommen.

Eigentlich hätte das Finale der große Schlussakkord für den Pop-Titan sein sollen. Dem kam Bohlen aber zuvor, indem er sich krank abmeldete. Gottschalk sprang ein, Bohlen ließ über Instagram-Aufnahmen, auf denen er fit wirkte, wissen, er habe bereits „super viele Angebote“. Statt mit Pomp tröpfelte die Bohlen-Ära bei „DSDS“ so aus.

Gottschalk stichelte erneut gegen Bohlen
Und fast hätte man im Finale auch vergessen können, dass Bohlen einmal der Chef in der Manege war. Größeres Thema war er nicht - bis Gottschalk sich dem Finalisten Kevin Jenewein (27) widmete, der von einer „Blase“ gesprochen hatte, in der er sich befinde. Der Showmaster konnte sich eine Spitze gegen Bohlen nicht verkneifen. „Wenn die Blase platzt - entspann dich. Sie platzt für jeden irgendwann mal“, erklärte Gottschalk Kevin. „Der Dieter sitzt auch in Mallorca und sortiert seine Camp-David-Hemden jetzt.“

Einzig der nun abgelöste „Superstar“ von 2020, der Schlagersänger Ramon Roselly, setzte zu einer Laudatio auf Bohlen an. Der „,DSDS‘-Papa“, „der Dieter“, fehle ihm im Finale, beklagte Roselly. „Ich hätte so sehr gerne gehabt, wenn ich hier reingekommen wäre, dass er auch hier gesessen hätte.“ Als Maite Kelly daraufhin erklärte, Bohlen sei „bei uns im Herzen“, stellte Moderator Oliver Geissen (51) dann doch lieber etwas klar. „Letztendlich müssen wir ja auch sagen, dass Dieter Gott sei Dank auch noch stoffwechselt“, sagte er. „Wir sprechen hier keinen Nachruf.“

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