Trotz einiger Einschränkungen wurde der Palmsonntag in ganz Tirol feierlich begangen. Der Auftakt zu einer Karwoche unter besonderen Vorzeichen ist getan. Trotz Auflagen sind doch einige österlichen Bräuche möglich.
Ostern kann auch heuer nicht so gefeiert werden, wie es in Tirol Brauch ist. Große Prozessionen sind abgesagt, gemeinschaftliche Brauchtumspflege nur unter Einhaltung von Auflagen möglich. Dennoch: Zum Auftakt der Karwoche machte am Palmsonntag das schöne Wetter in vielen Orten des Landes eine Palmweihe im Freien möglich. In St. Jodok am Brenner ließ es sich Alois Ungerank auch heuer nicht nehmen, für das Fest eine lange Palmstange zu „zimmern“. Rund 20 Meter ragte sie gestern in den Himmel und rief die Ostertradition in Erinnerung. Zur Palmweihe war auch der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler nach St. Jodok gekommen.
Bunt geschmückte Palmbuschen wurden in vielen Orten zu den Kirchen getragen. In den Pfarren hat man sich einiges einfallen lassen, um die Weihe dennoch durchführen zu können.
Einfallsreichtum ist auch in den kommenden Tagen der Karwoche gefragt. In vielen Orten hat man keine Mühe gescheut, um die Ostergräber doch aufzustellen. Auch die einzigartige Grabbruderschaft in Pfunds kann ihre Wache abhalten. Das Ratschen ist unter bestimmten Auflagen ebenfalls möglich. Im kleinen Rahmen werden am Mittwoch im Innsbrucker Dom die Heiligen Öle bei der traditionellen Chrisammesse geweiht. Alle Details zu den Bestimmungen in der Karwoche in Tirol auf den Internet-Seiten der Diözesen Innsbruck und Salzburg.
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