Nehmen wir ein mit Österreich größenmäßig vergleichbares Land außerhalb der EU: die Schweiz. Dort liefern sich die Kantone einen Wettbewerb um das bestmögliche Service für bestehende Firmen und um die Ansiedlung internationaler Unternehmen. In so einem leistungsorientierten System würde Salzburgs Landesregierung untergehen wie eine bleierne Ente.
Erst vor wenigen Tagen ist bekannt geworden, dass die Salzburger Behörden von 23.600 Anträgen für finanzielle Hilfen bisher nur 260 abgearbeitet haben. Eine Ursache ist ein Mangel an Mitarbeitern. Die Tiefen des digitalen Raums beginnt die Politik erst jetzt zu entdecken. Das trifft in der Krise kleine und mittlere Betriebe. Die Folgen könnten dem Land noch teuer zu stehen kommen.
Schwacher Trost für die Kleinen: Die Großen werden nicht wesentlich besser behandelt. Das Arbeitsplätze sichernde, Steuern und Aufträge an lokale Unternehmen bringende Europark-Projekt ist von der Landesregierung nach zehn Jahren des Beratens nun auf den Herbst verschoben worden. Und das in einer Zeit, in der jedes gesunde Unternehmen, jeder Job und jeder Steuer-Euro bitter nötig sind.
Die Sache geht weit über das von ÖVP, Grünen und Neos zu verantwortende Versagen hinaus. Das ist ein verheerendes Signal für den Wirtschaftsstandort Salzburg. Was sollen sich Unternehmer und Manager in den benachbarten Regionen da denken?
Was ist der Plan der Landesregierung?
Soll Salzburg in Schönheit sterben?
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