Kampf gegen Pandemie

Unsere Pflegekräfte als Helden der Krise

Burgenland
27.03.2021 06:08
Porträt von Burgenland-Krone
Von Burgenland-Krone

Immer kritischer wird die Situation in unseren Spitälern. Dabei sind Krankenhausmitarbeiter häufig schon längst am persönlichen Limit.

Ob Krankenpfleger, Küchenhilfe oder Reinigungskraft – sie alle sind winzig kleine Rädchen im Getriebe des Spitalsbetriebes. Und sie geben täglich ihr Bestes im Kampf gegen die Pandemie, gehen an ihre eigenen Grenzen. Doch die Infektionszahlen steigen kontinuierlich an – weil es leider viele mit den Vorsichtsmaßnahmen nicht mehr so genau nehmen und Abstand halten, Kontakte einschränken, Maske tragen ignorieren. „Es kommt uns vor wie ein Kampf gegen Windmühlen. Wir schuften jeden Tag bis zur Erschöpfung, damit das System nicht kollabiert, und draußen tun die Leute so, als gebe es das Virus nicht“, ärgert sich eine Krankenschwester.

Appell zu mehr Verantwortungsbewusstsein
Wir kritisch die Situation in den Spitälern mittlerweile ist (siehe Seiten 14/15 unserer heutigen Printausgabe), bestätigt auch Andreas Schmidt, Pflegedirektor im Krankenhaus von Oberwart. „Wir haben bereits Stationen geschlossen, um mehr Personal für die Corona-Patienten zur Verfügung zu haben. Aber man darf nicht vergessen, dass es auch andere Erkrankungen gibt, die weiterhin versorgt werden müssen“, so Schmidt, der selbst diplomierter Krankenpfleger ist.

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Jede Impfung ist besser als keine. Ich appelliere an die Burgenländer, sich impfen zu lassen, sobald das Vakzin für sie zur Verfügung steht. Nur so bezwingen wir diese Pandemie.

Krages-Pflegedirektor Andreas Schmidt

Man könne auch nicht unbeschränkt zusätzliche Kapazitäten schaffen: „Betten alleine reichen nicht, Beatmungsmaschinen ebenfalls nicht. Es braucht ja auch die Spezialisten, die sie bedienen können und die Patienten versorgen.“ Allein die Basisausbildung zur Krankenpflegerin dauert drei Jahre, die Zusatzqualifikation Intensivpflege noch einmal etliche Monate: „Unsere Covid-Patienten werden jünger, die Verläufe schwerer. Wenn die Zahlen nicht sinken, kommt unweigerlich der Punkt, an dem es keine freien Intensivbetten mehr gibt.“ Die Belegschaft leiste derzeit übermenschliches: „Jeder Mitarbeiter, egal, in welchem Bereich, trägt zwölf Stunden lang eine FFP2-Maske. Ärzte und Pflegekräfte müssen beim Patientenkontakt noch weitere Schutzausrüstung anlegen. Sie haben es verdient, dass alle Bürger ihren Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten.“

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