„Hier ist die Polizei St. Pölten. Ihre Tochter hatte einen schweren Unfall.“ Der Anruf ließ in der Vorwoche einen 87-Jährigen aus Maria Anzbach, Bezirk St. Pölten, erschaudern. Er folgte den Anweisungen der Betrüger und zahlte 25.000 Euro. Der „Krone“ schildert der Pensionist nun das Erlebte: „Ich möchte andere warnen!“
„Ich hörte im Hintergrund jemanden weinen“, erinnert sich Leonhard B. an das Gespräch mit den Betrügern. Es sollte, so hieß es, das Wimmern seiner Tochter sein, die angeblich einen schweren Unfall gehabt hatte. 78.000 Euro seien laut Richter-Entscheid zu bezahlen, andernfalls müsse die Frau ins Gefängnis.
„Ich teilte dem ,Polizisten‘ mit, dass ich nur 25.000 Euro bezahlen könne. Daraufhin sagte er, dass ein Herr Maier kommen würde, um das Geld zu holen.“ B. fuhr daher mit dem Taxi schnell zur Bank und übergab dem kräftig gebauten, etwa 1,85 Meter großen Mann das Bargeld am Gartenzaun. B. schildert: „Ich sah kein Auto, er dürfte zu Fuß gekommen sein.“
Erst dann rief der Rentner seine Tochter an. „Sie sagte mir, dass sie einkaufen war.“ Da erstattete der 87-Jährige Anzeige. Er will mögliche andere Opfer warnen: „Der Anruf war sehr professionell, das Weinen im Hintergrund hat mich sehr verunsichert.“
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.