24.03.2021 11:58 |

Härtere Corona-Regeln

Ostregion: Oster-Lockdown für Schulen und Handel!

Deutschland kippt die Osterruhe wieder, kurz nachdem sie beschlossen wurde - in Österreich sollen Wien, Niederösterreich und das Burgenland in einen Oster-Lockdown gehen. Die Geschäfte dürften von Gründonnerstag bis Dienstag nach Ostern geschlossen bleiben - Supermärkte bilden die Ausnahme. Schüler sollen nach den Osterferien bis 11. April nicht in die Schulen zurückkehren - um verlängerte Ferien wird es sich aber wohl nicht handeln, eher werden auch die Volksschüler ein weiteres Mal ins Distance Learning wechseln. Details sollen am Abend bekannt gegeben werden.

Die zunehmende Belastung der Intensivstationen führt nun zu schärferen Maßnahmen in der Ostregion. Ausgeweitet werden sollen neben dem Oster-Lockdown in Handel und Schulen betriebliche Testungen auf möglichst einmal pro Woche. Deutlich verschärfen will man die Einreiseregeln, konkret soll bei Einpendlern die Test-Gültigkeit stark verkürzt werden. Derzeit liegt sie bei einer Woche. Zudem ist geplant, die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske - die im Handel, in Öffis oder auch in Amtsgebäuden jetzt bereits gilt - generell auf Innenräume auszudehnen.

Ludwig und Anschober für längeren Lockdown
Dem Vernehmen nach hätte sich Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) wie auch Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) noch schärfere Maßnahmen wie einen längeren Lockdown vorstellen können. Vor allem Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) soll da aber gebremst haben. Für Ärger bei den Landeshauptleuten hatte gesorgt, dass Experten beim Gespräch mit dem Gesundheitsministerium die Lage plötzlich viel dramatischer geschildert hätten als noch am Tag davor beim Bund-Länder-Gipfel im Kanzleramt. Da sei noch mit keiner Silbe von einem Lockdown gesprochen worden: „Es braucht mehr Verlässlichkeit“, hieß es aus Länderkreisen zur APA.

Wien könnte noch mehr Verschärfungen einführen
Insgesamt sah man aber das Gespräch mit Anschober, in das auch das Kanzleramt eingebunden war, als sehr konstruktiv an. Eine enge Zusammenarbeit scheint auch wichtig, denn Experten schilderten beim Ostgipfel die Situation an den Wiener Spitälern als „äußerst kritisch“. Am Mittwoch kletterte die Zahl der Menschen, die aufgrund einer Covid-Erkrankung intensivmedizinisch betreut werden müssen, auf einen neuen Höchstwert. 176 Personen liegen laut Daten aus dem Innen- und Gesundheitsministerium derzeit auf Wiens Intensivstationen - um acht mehr als am Dienstag.

Im Wiener Rathaus wurde daher am Mittwoch auch nicht ausgeschlossen, in einem zweiten Schritt die Maßnahmen zumindest in der Bundeshauptstadt zu verschärfen. Dies wird dann überlegt, wenn die Infektionszahlen weiterhin so stark ansteigen wie bisher. Der Anteil der hochansteckenden britischen Virusvariante am Infektionsgeschehen liegt in Wien mittlerweile bei 90 Prozent.

Details werden am Abend verkündet
Bis in die Morgenstunden war von Dienstag auf Mittwoch verhandelt worden. Wie die Maßnahmen nun im Detail aussehen, soll offiziell am Abend verkündet werden. Gegen die geplanten Verschärfungen in der Ostregion spricht sich FPÖ-Chef Norbert Hofer aus. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich der Lockdown als Instrument längst abgenutzt hat und nicht die erhoffte Entspannung bei den Infektionszahlen bringt“, so Hofer in einer Aussendung.

Matthias Fuchs
Matthias Fuchs
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