23.03.2021 08:12 |

„Auf alles geschossen“

137 Tote nach Massaker in Dörfern in Niger

Erneut ist es in Niger zu einem grauenhaften Massaker gekommen. Terroristen auf Motorrädern zogen durch mehrere Dörfer eine blutige Spur der Verwüstung, 137 Menschen sollen ihr Leben verloren haben. Die Angreifer seien auf Motorrädern gekommen und hätten „auf alles geschossen, was sich bewegt“, erklärte ein Abgeordneter. Die Terroristen sollen dabei systematisch vorgegangen sein.

Regierungssprecher Zakaria Abdourahaman sprach nach dem Vorfall in der Region Tahoua in Südwesten des Landes von einem Angriff von „bewaffneten Banditen“ - wer genau für das Massaker verantwortlich war, blieb vorerst unklar. Es gibt einige Terrorgruppen, die dafür infrage kommen. Anhänger der Al-Kaida oder der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sind in dem Gebiet aktiv.

Staatstrauer nach „feigen und kriminellen Taten“
Die Regierung hat in den wüstenhaften Weiten außerhalb der Städte wenig Kontrolle - was nicht nur dschihadistische Gruppen, sondern auch kriminelle Netzwerke ausnutzen. Die Regierung kündigte an, sie werde die Sicherheit in der Region stärken und „die Täter dieser feigen und kriminellen Taten“ zur Verantwortung ziehen. Ab Dienstag gelte eine dreitägige Staatsdauer, kündigte ein Sprecher im Fernsehen weiter an.

Erst vor knapp einer Woche hatte sich eine Bluttat mit 58 Toten ereignet, bei der die Täter ähnlich vorgegangen waren. Die Angreifer waren ebenfalls auf Motorrädern unterwegs und schossen auf Dorfbewohner.

Quellen: APA/dpa/AFP

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