Ein junger Rotkreuz-Fahrer muss sich heute vor dem Landegericht Klagenfurt verantworten. Der Prozess findet jedoch nicht im Saal statt, sondern am Unfallort in Wolfsberg.
Wenn Sie manchmal am Straßenrand eine kleine Menschenansammlung mit Polizisten bemerken, dann kann es sich um eine Verhandlung handeln - bei Zivilprozessen um Verkehrsunfälle gibt es oft Lokalaugenscheine. Dass dies auch bei Strafprozessen am Landesgericht gemacht wird, ist eher ungewöhnlich. Richter Oliver Kriz zieht heute dennoch aus dem Gerichtssaal in eine Hauptstraße nach Wolfsberg um, um sich direkt ein Bild von jener Kreuzung zu machen, wo vergangenen Oktober eine Frau ums Leben kam.
Kollision mit Pkw
Wie berichtet, war ein Rotkreuz-Fahrer im Rettungseinsatz trotz roter Ampel in eine Kreuzung gefahren, worauf es zur Kollision mit dem Pkw der Frau (52) gekommen war. Der junge Helfer (21) muss sich wegen grob fahrlässiger Tötung verantworten, weil er nach Ansicht der Staatsanwaltschaft nicht mit der „erforderlichen Sorgfalt und Aufmerksamkeit“ fuhr - und mit 90 km/h auch zu schnell.
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