Der Polizei ist es nun gelungen, eine kriminelle Bande auszuforschen, die bereits seit Monaten ihr Unwesen im Burgenland sowie in Niederösterreich und der angrenzenden Steiermark getrieben hat. Das Diebes-Quartett war gezielt vorgegangen und hatte es vor allem auf abgelegene landwirtschaftliche Gebäude abgesehen gehabt. Die Verdächtigen befinden sich noch in Ungarn auf der Flucht.
Der Ermittlungserfolg gelang durch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der heimischen Dienststellen mit der ungarischen Kriminalpolizei.
Bereits seit November des Vorjahres war es zu Einbrüchen in abgelegene landwirtschaftliche Liegenschaften gekommen. Im Fokus der Täter waren vor allem Motorsägen, aber auch andere Werkzeuge gestanden.
Das Vorgehen war dabei immer das gleiche: Während einer die Lagerräume und Garagen durchsuchte, wartete der andere unauffällig im Wagen. „In Fällen, bei denen sie von Besitzern überrascht wurden, flüchteten die Täter und ließen auch teils bereitgestelltes Diebesgut liegen oder warfen es einfach aus dem Fahrzeug“, berichtet ein Polizeisprecher. Für ihre Diebestouren reisten die Kriminellen stets in den Morgenstunden von Ungarn ein.
Im Burgenland hatten sie es auf die Bezirke Mattersburg sowie Eisenstadt Umgebung abgesehen. Weitere Tatorte sind in Niederösterreich und der Steiermark. Die Schadenssumme beträgt mehr als 10.000 Euro.
Die zwei Haupttäter sowie die beiden Komplizen im Alter zwischen 21 und 43 Jahren sind noch in Ungarn auf der Flucht. Sollten sie erneut einreisen, wartet ein Haftbefehl auf sie.
Ch. Miehl, Kronen Zeitung
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