Ortschef tritt zurück:

„Einmischen werde ich mich sicher nicht mehr“

Lange wurde über die erneute Kandidatur Albert Ortigs von der ÖVP für das Rieder Stadtchefamt spekuliert. Jetzt ist es fix: Der 71-Jährige verlässt nach der Wahl im Herbst die Politik-Bühne. Seit dem November 1994 hatte der aktuell viertälteste Bürgermeister des Landes in der Bezirkshauptstadt das Sagen.

„OÖ Krone“:Im Herbst ist Schluss. Wann haben Sie sich für Ihren Rückzug entschieden?

Albert Ortig: Es war ein langer Prozess. Die Entscheidung fiel mir nicht leicht. Aber jetzt ist die Zeit für einen Generationswechsel gekommen. Ich mache aber bis zur Wahl weiter, weil ich die Menschen, die mich gewählt haben, nicht anlügen will.

Wie meinen Sie das?

Wenn man plant, unter der Periode aufzuhören, sollte man das vor der Wahl sagen. Ich halte auch nichts von Amtsübergaben, ein Bürgermeister sollte vom Volk gewählt werden.

Wenn soll die Rieder Bevölkerung nun im Herbst zu ihrem Nachfolger wählen?

Die ÖVP hat sich einstimmig für Gemeinderat Bernhard Zwielehner als Spitzenkandidat entschieden.

Sie sind mit 71 Jahren der viertälteste aktive Bürgermeister im Land. Kann man für dieses Amt aus Ihrer Sicht zu jung oder zu alt sein?

Sicher nicht. Man muss sich bewusst sein, Stunden zählen gibt es nicht. Man trägt viel Verantwortung.

Man entscheidet auch viel. Kritiker werfen Ihnen Alleingänge vor und nennen Sie „Fürst Albert“. Stört Sie das?

Ich wollte immer schon das wirtschaftsstarke Innviertel zu einem Fürstentum machen. Da hätte der Name gut gepasst. Im Ernst: Jeder hat Eigenheiten, da gibt es nichts zu beschönigen.

Haben Sie schon Pläne für Ihren Politik-Ruhestand?

Ich habe mir noch keine Gedanken gemacht. Ich werde mich aber sicher nicht einmischen und auch nichts hinterfragen.

Mario Zeko
Mario Zeko
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Freitag, 18. Juni 2021
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